Abschlussfeier der Markus-Gottwalt-Schule
"Chaos Gang" auf dem Gipfel

Otmar Buchmann (links) und Martin Uschold (rechts) stellten sich mit den Abschlussbesten Lisa Bauer (vorne, von links), Kaycie Brady, Alexander Lindner, Nicole Ujica, Nikolai Wiesent und Lukas Zeitler zum Erinnerungsfoto auf. Es gratulierten auch (hinten, von links) Alexander Scheck (Raiffeisenbank), Bürgermeister Peter Lehr, Konrektor Günter Wiehle, Elternbeiratsvorsitzende Ulrike Weigl und Kerstin Lehr und Wolfgang Busch (Sparkasse). Bild: rn

Die Zeit des Zitterns und Bangens ist endlich vorbei, die Abschlussklasse der Markus-Gottwald-Schule verlässt den Bildungshügel. Mit ihren Zeugnissen entließ sie Rektor Buchmann ins Berufsleben. Die Schüler bedankten sich auf humorvolle Weise für die Geduld der Lehrer.

"Heut mach' ma Abschlussfeier", verkündete Otmar Buchmann in der Aula der Markus-Gottwalt-Schule (MGS). Mehr als die Hälfte der 26 Absolventen der Klasse M10 erreichte einen Notendurchschnitt von besser als 2,5. Ihnen bescheinigte der Rektor: "Ihr braucht euch nicht zu verstecken, ihr habt etwas geleistet, das euch niemand mehr streitig machen kann." Zur Entlassfeier der M10 erklangen nur gute Töne. Die Ansprachen umrahmten die Flötengruppe Angelika Hesers mit "Amazing grace" und "Wohlauf in Gottes schöne Welt" und Marianne Hey mit den fünften Klassen mit einem "Sommer"-Lied.

Schule als Basis fürs Leben


Buchmann bescheinigte den Absolventen, dass sie sich das Zeugnis der Mittleren Reife redlich verdient haben und mit diesem besonderen Tag auch manches Zittern und Bangen vorbei ist. Nun dürfe ein Gefühl der Zufriedenheit und Genugtuung aufkommen. Den Eltern gegenüber äußerte er die Hoffnung, dass die Schule für Sohn oder Tochter eine solide Basis für den Berufseinstieg gebaut habe. Den Aufdruck "Chaos Gang" auf den Abschlusstrikots der Schüler bezog Buchmann auf das "zeitweise Chaos auf und unter euren Arbeitstischen".

Seine Gedanken gingen zurück auf Stationen des Schulgeschehens, die er mit "gefällt mir" titulierte. Dazu gehörten Willen und Einsatz für einen guten Abschluss, Zielstrebigkeit bei der Suche nach einem Arbeitsplatz, Auftreten und gutes Benehmen und Engagement innerhalb der Schulgemeinschaft. Er wünschte den Schülern ein "Kopf hoch", wenn eine Situation aussichtslos erscheint, es beruflich oder privat scheinbar unlösbare Probleme gibt oder etwas nicht so läuft, wie man es sich vorstellt.

Bürgermeister und Vorsitzender des Fördervereins Peter Lehr beschrieb die Leistungen des amerikanischen Bergsteigers Jordan Romero, der bis zum Alter von 16 Jahren die höchsten Gipfel aller Kontinente bestiegen hatte. Er verglich die Anstrengungen Romeros mit dem langen und atemlosen, jedoch erfolgreichen Aufstieg von Klasse zu Klasse und dem Erreichen des Bildungsgipfels. Als Lebensmotto gab er den Schülern mit auf den Weg: "Nur wer seiner Zukunft entgegengeht, kann mitbestimmen, was auf ihn zukommt."

Die Elternbeiratsvorsitzenden Ulrike Weigl und Kerstin Lehr blickten in "erleichterte und entspannte Gesichter". Sie kündigten eine spannende Zeit an, zu der Verdienen des ersten Geldes, das Treffen eigener Entscheidungen und das Übernehmen von Lebensverantwortung gehören.

"Ich bin stolz auf euch"


Klassenleiter Martin Uschold fasste die Gefühle der Schüler nach den Prüfungen zusammen: "Ein Glücksgefühl, Erleichterung, ganz chillig, Zufriedenheit." Vor den Prüfungen seien jedoch Aussagen zu hören gewesen wie: Angst, belastendes Gefühl, Aufregung, Stress, zuversichtlich oder sogar entspannt. "Ihr könnt stolz auf euch sein. Ich als euer Klassenlehrer bin ebenfalls stolz auf euch", versicherte er seinen Schülern.

Als Vertreter der örtlichen Kreditinstitute zeigte Wolfgang Busch Respekt vor den Leistungen der Schüler und erinnerte sich: "Es war nicht immer so." Er rief sie dazu auf, gute Freunde zu bleiben. Die Übergabe der Zeugnisse war verbunden mit der Übergabe von Buchpräsenten der Sparkasse für die Besten, Schultassen des Elternbeirats, Schul-CD und Präsenten der Stadt.

Klassensprecherin Susan Schramm dankte den Lehrkräften für die gute Unterstützung und Geduld und entschuldigte sich für so manches Fehlverhalten. Mit Shokwan Williams übergab sie an Martin Uschold ein "Notfall-Set", an Buchmann und Konrektor Günter Wiehle Wein und an den Rektor das Abschlusshemd der "Chaos Gang" .
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.