Aufforderung zum Ausharren fruchtet: Katholiken der Rußweiherstadt feiern Pfarrfest - Nur ...
„Bleibet an den Tischen“

Der Kirchplatz eignet sich auch als Festplatz: In bester Feierlaune trafen sich die Angehörigen der Pfarrgemeinde St. Laurentius dort am Sonntag zum Pfarrfest. Dieses ist jedes Jahr auch ein Kinderfest. Unter anderem gehörten eine Verlosung und das Kinderschminken zu den Attraktionen für die Mädchen und Buben. Bilder: do (3)
 
Zum Abschluss des Freiluftgottesdienstes am Vormittag hatte Stadtpfarrer Thomas Jeschner den Segen um die Bitte ergänzt, an den "Tischen zu bleiben". Und das taten die Gläubigen - und ließen sich zum Mittagessen Farmerbraten mit Salaten, kredenzt vom Pfarrgemeinderat, schmecken.

Das Weihwasser kam beim Eschenbacher Pfarrfest von oben. Ein paar Tropfen zu Beginn des Festgottesdienstes und ein kurzer Regenguss am Nachmittag: Das waren für Stadtpfarrer Thomas Jeschner Signale von ganz oben. Wie recht er mit seiner Aufforderung an die Gottesdienst- und Festbesucher, auf dem Kirchplatz auszuharren, doch hatte.

Schon in den frühen Morgenstunden gab es besorgte Blicke gen Himmel. Dunkle Wolken begleiteten das Donnergrollen, so, als wollte Petrus daran erinnern: Chef über die Wetterküche ist nicht der Ortsgeistliche. Dieser wiederum erklärte das bisschen Regen zu Weihwasser, das helfen sollte. Nach wenigen Tropfen zu Gottesdienstbeginn lächelte - vielleicht auch dank des Betens der vielen "Schäfchen" - die Sonne auf die Festbesucher herab.

Das Sonntagsevangelium von der wundersamen Auferweckung von den Toten aufgreifend empfahl Stadtpfarrer Thomas Jeschner den Gläubigen, zu sehen und zu glauben. Glauben bedeute Vertrauen, der Botschaft Jesu zu folgen und die Institution Kirche als Gemeinschaftswerk zu betrachten.

Als Zeugnis des Glaubens wertete er auch den Festgottesdienst zum Auftakt des Pfarrfestes: "Ihr Besuch zeigt, dass die Kirche lebt." Impulse für den Alltag zu setzen, gehöre zu den Hoffnungen, die mit Messe und Fest verbunden seien, erklärte der Geistliche. Als "Mitgestalter" begrüßte er alle Gäste und das Organisationsteam um Brigitte Metzner, die Sprecherin des Pfarrgemeinderats. Sein Dank galt zahlreichen Vereinen und Gruppen für das gegenseitige Helfen und Unterstützen. Den Schlusssegen ergänzte der Stadtpfarrer mit der Aufforderung: "Bleibet an den Tischen."

Danach bestimmte die Feierlaune den Tag. Das Essen und Trinken für einen guten Zweck nahm bei angenehmen Temperaturen unter einem prächtig weiß-blauen Himmel Fahrt auf. Den Frühschoppen nutzten viele Besucher gleich zu einem deftigen Mittagessen: Farmerbraten mit Salatbeilagen, kredenzt von Mitgliedern des Pfarrgemeinderats, oder Bratwürste und Grillsteaks der Kolpingfamilie - die Auswahl war groß genug. Das Seniorenclub-Team verstand es, mit kleinen Appetitstillern das große Speisenangebot zu bereichern.

Wie in Konditorei


Schon am Mittag freute sich der Frauenbund über regen Besuch am Kuchen- und Tortenstand sowie in der Kaffeestube im Raum des Seniorenclubs. Dank der vielen Kuchenspenden war das Sortiment an Backwaren wieder konditorei-verdächtig.

Als Durstlöscher bewährten sich Mitglieder des Männervereins und des Kapellenbauvereins. Ihnen zur Seite standen als Zeichen freundschaftlicher Zusammenarbeit für einige Stunden Vertreter der "Knights of Columbus" aus der US-Garnison Grafenwöhr. Musikalische Begleitung garantierte - auch bereits beim Gottesdienst - die Stadtkapelle mit Kapellmeister Thomas Murr.

Couragierter Auftritt


Der Nachmittag gehörte zunächst dem Nachwuchs. Die Hüpfburg war stets gut belegt, die Ministranten erwiesen sich beim Kinderschminken als gute Maskenbildner. Zur besten Kaffeezeit beklatschten Mamas und Papas, Opas und Omas den couragierten Auftritt der Vorschulkinder des Kindergartens. Nach einem kurzen Regenschauer bejubelten dann Kinder der Musikschule aus den ersten und zweiten Klassen unter Leitung von Joachim Steppert den Weg durch den Frühling.

Am Spätnachmittag setzte die "Stodtbergsaitn" die musikalischen Akzente. Beifallumrauscht gehörte die Dämmerschoppen-Zeit einem Ensemble, das gewohnt stimmungsvoll die Bier- und Weinseligkeit der Festbesucher befeuerte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.