Autohaus-Chef Hans Höller 94-jährig verstorben
Vom Karlplatz an den Rußweiher

Heute, Freitag, um 14 Uhr beginnt in der Stadtpfarrkirche der Trauergottesdienst mit anschließender Urnenbeisetzung: Im Alter von 94 Jahren ist Hans Höller Ende April verstorben. 34 Jahre führte er das "Autohaus St. Christopherus am See".

Geboren wurde Hans Höller am 1. Dezember 1921 in Eschenbach. Im Anwesen Nummer 45, heute Karlsplatz 8, wuchs er mit drei Geschwistern bei seinen Eltern Johann und Babette auf. Sein Vater betrieb eine Zinngießerei; auf älteren Bildern des Anwesens ist noch zu lesen "Metzgerei, Bierschenke & Garküche". Höller erlernte den Beruf des Kraftfahrzeugmechanikers, ehe er 1941 zum Kriegsdienst einberufen wurde. 1945 geriet er in Frankreich in Gefangenschaft.

Nach der Heimkehr im Jahr 1948 baute er sich im elterlichen Anwesen ein kleines Kfz-Gewerbe auf. Vor dem Haus, zwischen Gehsteig und Straße, stand eine der beiden Zapfsäulen auf dem Karlsplatz. Und in einem großen Schaufenster des Nachbaranwesens waren die damals besonders bei jungen Leuten begehrten Fortbewegungsmittel aufgereiht: Motorräder. Mitte der 1950er Jahre zog Hans Höller an den Rußweiher um: Auf der Basis eines Liefervertrags mit Volkswagen baute er dort ein Wohnhaus mit Büro, eine Tankstelle und eine Reparaturwerkstätte, in der er bis zu 20 Fachkräfte beschäftigte und Lehrlinge ausbildete - das "Autohaus St. Christopherus am See".

1988 verkaufte er aus Altersgründen den Betrieb. Als sich der neue Chef aus Gesundheitsgründen zurückziehen musste, übernahm die Auto-Welt König aus Weiden die Firma. Ende Oktober 2006 machte diese dann das Autohaus dicht und verkaufte die Immobilie an die Firma Lidl. Im vergangenen Jahr hatte sich Höller über ein Wiedersehen mit Monika Reischl aus Bad Tölz gefreut. Ihr hatte er 1987 einen der letzten in Deutschland hergestellten VW-Käfer verkauft.

Höller war Mitglied mehrerer kirchlicher und weltlicher Vereine, liebte seinen Stammtisch und den monatlichen Nachmittag beim Seniorenclub. Seit 1975 war er Witwer. 1950 hatte er Hildegard Reimelt geheiratet und sich mit ihr über drei Söhne und drei Töchter gefreut.

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