Bahn frei für Bagger
"Scherm-Garten": Bäume und Büsche fallen

Die Bagger rückten im "Scherm-Garten" an: Richard Götz (von links), der Leiter der Geschäftsstelle der Raiffeisenbank, und seine Mitarbeiter Alexander Scheck, Sonja Walter und Elena Stark (Immobilienvermittlung) sowie Bauleiter Karlheinz Lindner, Uwe Conrad und Firmenchef Josef Reger freuten sich über den Startschuss für die Errichtung der neuen Wohnanlage. Das Gebäude, in dem neun zwischen 60 und 126 Quadratmeter große Eigentumswohnungen Platz finden werden, wird 25,12 Meter lang, 12,37 Meter breit und 9

Auf dem Grundstück Jahnstraße 19, dem "Scherm-Garten", gab Unternehmer Josef Reger aus Vohenstrauß am Mittwoch den Startschuss für ein größeres Bauvorhaben: Auf 2300 Quadratmeter soll ein Haus mit neun Eigentumswohnungen entstehen. Damit geht ein langes Ringen um eine neue Nutzung und Bebauung der Fläche zu Ende.

In den Morgenstunden rückte Karlheinz Lindner, der Bauleiter der Firma Josef Reger Bau, mit schwerem Gerät und einem Trupp Arbeiter an. Als vorbereitende Maßnahme entfernten sie Buschwerk und Bäume. Erhalten blieben nur Grenzbepflanzungen nach Norden und Osten hin. Nach dem Entfernen des Bewuchses soll sofort die Solplatte eingebracht werden. Wenn die Witterung es zulässt, soll in zwölf Wochen Richtfest gefeiert werden.

Erstmals bebaut worden war die ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche im Jahr 1947. Hans Scherm, er betrieb eine Konditorei mit Lebensmittelgeschäft und war von 1952 bis 1956 Bürgermeister, errichtete ein Einfamilienhaus, das sich deutlich von der ortsüblichen Bauweise abhob: die "Scherm-Villa".

Nach dem Ableben der Eheleute Scherm, die das Anwesen der katholischen Kirchenstiftung vermacht hatten, war es längere Zeit vermietet. Da es den zunehmenden Wohnansprüchen jedoch nicht mehr gerecht wurde, stand es schließlich leer. Im Jahr 2000 erwarb die Stadt das Grundstück; sechs Jahre später wurde die "Scherm-Villa" abgebrochen.

Im Jahr 2014 wollte ein Bayreuther Architekturbüro dort ein über 40 Meter langes Mehrfamilienhaus mit 17 Wohneinheiten und Garagenhof errichten. Der Stadtrat lehnte dies jedoch mit den Argumenten "überdimensioniert" und "batteriemäßige Wohnungen" ab. Ende 2015 genehmigte das Gremium dann den Bauantrag der Baufirma Reger.
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