BRK eröffnet Aktionstage
Was, wenn etwas passiert ist?

"Das menschliche Herz hat etwa die Größe der geschlossenen Faust der jeweiligen Person", sagte Dr. Sabine Schultes. Bild: rn

Einmal einen Blick ins "offene Herz" werfen: Diese Gelegenheit nutzten die Teilnehmer des Aktionstags im BRK-Heim. Was bei einem Notfall zu tun ist, lernten sie dabei auch gleich noch.

Bereitschaftsärztin Dr. Sabine Schultes sprach über Herzerkrankungen, Marina Müller informierte über das Notrufsystem, Siegfried Luber über den Hausnotruf und Petra Luber stellte die Frühdefibrillation vor. Mit einer Abendveranstaltung eröffnete die Bereitschaft des BRK ihre Aktionstage.

Mit Schaubildern stellte Schultes die Anordnung von Vorhöfen, Herzkammern, Taschenklappe, Segelklappe, Hauptschlagader und Scheidewand vor. Sie befasste sich mit Problemen bei psychischem und seelischem Schmerz und unterschied zwischen Angina Pectoris, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Rhythmus- und Frequenzstörungen.

Zu den ersten Anzeichen eines Herzinfarkts zählte die Ärztin plötzliche Schmerzen in der Brust, Atemnot und Angst, die sich bis zur Todesangst steigern kann. Bei etwa 60 Prozent der Patienten gehörten Herzstolpern, Änderung des Blutdrucks und Übelkeit dazu. Helfer sollten sofort einen Notruf absetzen, Puls und Atmung kontrollieren, den Patienten in die stabile Seitenlage drehen und bei Atemstillstand mit der Wiederbelebung beginnen.

Mit Notfällen wie Unfällen auf Baustellen, Fremdkörpern in Wunden oder Schlaganfall befasste sich Marina Müller. Sie stellte das System der Notrufe vor und unterschied zwischen den Telefonnummern 110 (Unfall, Überfall, Einbruch) und 112 (Rettungsdienst und Feuer). Ergänzend erwähnte sie die Nummer 116 117, über die nachts und an Wochenenden der "Arzt vom Dienst" zu erreichen ist. Bei Notrufen gelte es stets den Ort, die Anzahl der Verletzten und Art der Verletzung anzugeben. "Wenn Sie als Betroffener nicht reden können, am Telefon Geräusche verursachen und nicht auflegen", riet Müller. Der Anruf könne zurückverfolgt werden. Bei Vergiftungen hielt sie den Rettungsruf 112 für erforderlich. Als Informationsquelle nannte sie den Giftnotruf 089 19 240.

Letzte Hinweise galten den "Rettungstreffpunkten Forst" wie zum Beispiel am Obersee-Parkplatz. Müller hielt es für erforderlich, dass der Meldende bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes am Treffpunkt bleibt. Den Hausnotruf für alleinstehende ältere Menschen stellte Siegfried Luber vor. Über die Frühdefibrillation sprach Petra Luber. In der Raiffeisenbank und in der Schwimmhalle stehen diese zur Verfügung.
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