CSU/ÜCW-Fraktion fordert Bauland-Offensive - FW-Stadtrat Willi Trummer bei Begehung am ...
„Brachflächen aktivieren“

Baugrundstücke müssen her, und zwar möglichst schnell: Vor Beginn der Arbeitstagung der Fraktion machten sich die CSU- und ÜCW-Stadträte ein Bild vom herrlichen Baugelände westlich des ehemaligen Bahnhofes. Aufschlussreich waren dabei die Hinweise von Freie-Wähler-Stadtrat Willi Trummer (Zweiter von rechts). Bild: do

"Erst bauen Menschen Häuser, dann bauen Häuser Menschen", sagte schon Albert Schweitzer und meinte damit, mit Vernunft, Augenmaß und Weitblick eine vorausschauende Baulandpolitik zu betreiben. Dieses Ziel verfolgt auch die CSU/ÜCW-Stadtratsfraktion. In einer Arbeitstagung diskutierten ihre Mitglieder ausgiebig über den besten Weg.

Der Wunsch nach eigenen vier Wänden ist besonders in Zeiten unsicheren Geldes riesengroß. Geld in einem Eigenheim anlegen, diese Vorstellung gefällt vor allem jungen Familien. Die Fraktion fordert deshalb eine aktive und vorausschauende Grundstückspolitik.

In Eschenbach gibt es allerdings seit langem keine städtischen Bauplätze: Höchste Zeit also, die wohnungspolitischen Probleme in der Rußweiherstadt in den Griff zu bekommen, meinen die "Schwarzen". "Diese Aufgabe erfordert Tatkraft und nicht Resignation. Wir müssen auf die Grundstückseigentümer zugehen und brachliegende Flächen vor der Haustüre aktivieren", fordert Fraktionssprecher Marcus Gradl.

Hoffnungsschimmer


Gerade das aktuelle Zinstief sei ein Anreiz für Bauwillige, sich günstige Konditionen zu sichern. Doch was nütze der Wille, wenn die Grundlage fehle, in der Stadt eine Parzelle zu erwerben. "Hinhalte-Taktik und Vertröstungspolitik helfen keinem Baubewerber weiter", merkte CSU-Ortsvorsitzende Dr. Sabine Schultes an.

Für die CSU/ÜCW-Fraktion ist deshalb ein seit langem rechtskräftig ausgewiesenes Baugebiet westlich des ehemaligen Bahnhofes ein Hoffnungsschimmer. Ein Ortstermin vor Beginn der Fraktions-Arbeitstagung in der Internationalen Begegnungsstätte Kloster Speinshart (Bericht folgt) soll die Forderung nach einer unverzüglichen Erschließung unterstreichen. Als positiv bewerteten die "Schwarzen" den kurzen Weg zur Altstadt, eine prächtige Sicht auf das Stadtzentrum und die ruhige Lage.

Mit der CSU/ÜCW-Fraktion machte sich Freie-Wähler-Stadtrat Willi Trummer ein Bild von dem Areal. In der Diskussion vor Ort bewertete der erfahrende Kommunalpolitiker vermeintliche Nachteile des Baugebiets. So tangiere eine vormals wilde Deponie keineswegs die Wohnqualität der neuen Kleinsiedlung, stellten die Räte nach der Begehung fest.

Keine Hinderungsgründe


Für die Erschließung gebe es deshalb keine Hinderungsgründe, urteilten die "Schwarzen" und Trummer übereinstimmend. Fraktionssprecher Marcus Gradl wies des Weiteren darauf hin, dass der Wegzug junger Familien die negativen Folgen des demografischen Wandels mit verheerenden Auswirkungen auf die Bildungseinrichtungen der Stadt beschleunigen würde. Er bedauerte auch, dass eine von der CSU/ÜCW-Fraktion geforderte Erhebung privater unbebauter Parzellen und eine Initiative gegenüber Grundstückseigentümern zur Schließung von Baulücken nicht umgesetzt worden sei.

Gradl erneuerte ferner die Forderung der Fraktion vom Oktober 2015, mit Blick auf ein neues Baugebiet mit den Eigentümern endlich zu einem fairen Verhandlungsabschluss zu kommen. Mehr denn je seien Gestaltungs- und Zukunftswille gefragt, forderte er eine aktive und innovative Bauland-Offensive.
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