Deutsch-Amerikanische Feier
Zwei Sprachen, aber eine Stimme

Der Glaube vereint Deutsche und Amerikaner in der Stadtpfarrkirche. Zelebranten waren Dekan Thomas Jeschner (links) und Chaplain Vincent Manuel einen festlichen Gottesdienst.

"Crossing over" bedeutet Grenze überschreiten oder "ein Meer überqueren". Es geht um Begegnung und Veränderung. Und auch das englische Wort für Kreuz "cross" ist enthalten. "Crossing over" heißt es auch am Samstagabend. Fast 50 Familien der US-Militärgemeinde Bavaria besuchen die Eucharistiefeier in der Stadtpfarrkirche. Viele Kinder sind dabei, die eifrig beten und singen. "Singing to the Lord" jubeln die Kirchenbesucher.

Beweis annehmen


Eine gläubige Gemeinde, der die "Germans" nicht nachstehen. Mit einem "Lobet den Herren" beginnt der Gottesdienst. In Deutsch und Englisch wechseln sich Lieder und Worte ab. Die Lesung verkündet James P. Federlein, amerikanischer DAGA-Präsident und Kolumbus-Ritter, die Predigt von Stadtpfarrer und Dekan Thomas Jeschner bezieht sich aufs Gleichnis im Lukas-Evangelium: "Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden". Mit Blick auf das Jahr der Barmherzigkeit sucht der Prediger nach einem Verhaltenskodex in der Rollenverteilung zwischen dem selbstgerechten Pharisäer und dem reumütigen Zöllner. Thomas Jeschner mahnt, das Gleichnis als Beweis der Liebe Gottes zu sehen. "Gott schenkt Liebe auch dem, der nichts vorzuweisen hat".

Chaplain Vincent Manuel, Vertreter der amerikanischen Partnergemeinde, nimmt den Weltmissionssonntag zum Anlass, auf die Gemeinsamkeiten von Amerikanern und Deutschen bei der Bekämpfung des Hungers und der Kinderarmut hinzuweisen und lobt den Einsatz der Caritas in Indien. Gemeinsam beten und singen, gemeinsam glauben, gemeinsam handeln heißt seine Botschaft.

Freudig klingen die Lieder. Ihre Strophen loben und preisen den Herrn. Menschen aus allen Teilen der USA sind in der Stadtpfarrkirche zusammenkommen, um mit den Oberpfälzern ihren Glauben zu bekennen. Zwei Sprachen und ein großes Anliegen vereinen Deutsche und Amerikaner: Gottvertrauen und Frieden. So kommt es, dass die Gläubigen in zwei Sprachen aber mit einer Zunge sprechen. Auch die Fürbitten, in denen es um die Zuwendung für Familien geht, die tagtäglich um ihr Leben kämpfen müssen, sind zweisprachig.

Viele Speisen


Der Dialog setzt sich auch nach dem Gottesdienst fort. Im Pfarrheim treffen sich die Kirchenbesucher zum geselligen Teil. Potluck-Dinner heißt die Feier. In den USA sind solche "jeder-bringt-etwas-mit-Feste" weit verbreitet. Groß ist die Auswahl am Büfett, Leckereien aus dem amerikanischen Kulturkreis überwiegen. Die amerikanischen Familien lassen sich nicht "lumpen".

Da hat es der knusprige Oberpfälzer Zwiebelkuchen schwer, zu bestehen. Doch da ist ja auch noch der Gerstensaft, der das Potluck-Dinner begleitet. Das internationale Vergnügen bleibt gewahrt.
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