Ehrenabend für Blutspender
1375 Liter Blut gespendet

Blut freiwillig zu spenden und kranken Menschen zur Verfügung zu stellen, verdient hohe Anerkennung. Dank sagte der BRK-Kreisverband 37 Spendern, die 1375 Liter Blut "bereithielten".

Im BRK-Heim herrschte Festtagsstimmung, als Bereitschaftsleiterin Marina Müller die Gäste des Ehrenabends begrüßte die bereits 50-, 75-, 100- und 125 Mal Blut gespendet haben. Spenderkönig war Werner Rupprecht, Kirchenthumbach. Er war bereits 175 Mal zum Aderlass angetreten.

"Blut ist aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken", erklärte Siegfried Luber. Der stellvertretende Bereitschaftsleiter gab zu bedenken, dass eine Blutkonserve nur 42 Tage haltbar ist. Aus dem Umstand, dass keine Blutkonserve dieses Alter erreicht, sei erkennbar und ersichtlich, wie dringend Frischblut benötigt wird. "Das Rote Kreuz ist mächtig stolz auf Sie und zu großem Dank verpflichtet, dass Sie regelmäßig zum Blutspenden kommen", versicherte er den Gästen. Mit dem Ehrenabend wolle das Rote Kreuz "Vergelt's Gott" sagen. Luber berichtete von circa 700 Litern Blut, die in der Oberpfalz und in Niederbayern jede Woche benötigt werden, um den Anforderungen der Krankenhäuser im ostbayerischem Raum gerecht zu werden. Dies erfordere wöchentlich 1400 Blutspender, damit Unfallopfer und Schwerkranke ausreichend versorgt werden können.

Er stellte einen eindrucksvollen Vergleich an: "Das Blut, das Sie in all den vergangenen Jahren gespendet haben, würde etwa drei Wochen ausreichen, um in unserer Heimat Oberpfalz und Niederbayern die Krankenhäuser mit Frischblut zu versorgen." Feiertage, Urlaub, Ferienzeit und sommerliches Wetter nannte Luber als Grund dafür, dass es in den vergangenen Jahren bei den Blutspenden zu Einbrüchen um bis zu 20 Prozent gegeben hat. In diesem Jahr habe wegen der durch das Eisenbahnunglück in Oberbayern entstandene Leerstand an Blutkonserven nur durch einen Aufruf behoben werden können.

Als Gegenleistung für die Blutspenden nannte Luber eine Blutuntersuchung mit Feststellen der Leber-, Blutfett-, Nieren- und Harnsäurewerte. Frauen dürfen jährlich dreimal und Männer viermal Blut spenden.

Bürgermeister Peter Lehr beklagte, dass in Deutschland zu wenige Menschen Blut spenden: "33 Prozent könnten, aber im Schnitt tun es nur 3 Prozent." Andererseits bräuchten rund 80 Prozent der Menschen mindestens einmal im Leben fremdes Blut oder daraus erzeugte Produkte. Wegen des demografischen Wandels sagte er für die kommenden Jahrzehnte einen steigenden Bedarf voraus und resümierte: "Die Masse an Nichtspendern muss deshalb mobilisiert werden."

"Durch Ihre Bereitschaft, wiederholt Blut zu spenden, haben Sie vermutlich viele Leben gerettet", bescheinigte Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies den Gästen. Er sprach ihnen "höchsten Respekt für Ihr selbstloses Tun" aus und zeigte sich stolz und dankbar dafür, dass aus der Region so viele Menschen bereit sind, ihren Lebenssaft zu spenden.

Die Blutspender175 Mal: Werner Rupprecht (Kirchenthumbach).

125 Mal haben Josef Fraunholz (Eschenbach), Josef Meier (Kirchenthumbach) und Dieter Sieber (Grafenwöhr). 100 Mal: Reinhold und Werner Danzer, Herbert Körper (alle Eschenbach), Manuela Nickl (Kemnath), Herbert Dobmann und Gerhard Träger (beide Grafenwöhr)

75 Mal: Angelika und Martin Panzer (Pressath), Rudolf Kubocz (Eschenbach), Peter Dzierza (Trabitz), Manfred Pühl (Neustadt am Kulm), Hildegard Schmid, Martin Schnödt (beide Speinshart) und Willibald Bauer (Schlammersdorf).

50 Mal: Cäcilia Helm, Hans Hofmann (beide Pressath), Michael Thumfart (Schwarzenbach), Karin und Werner Kroher, Sieglinde Hollmer (alle Eschenbach), Gabriele Böhm, Ludwig Lindner, Georg Schiener, Christine Sporrer, Karl Walberer (alle Kirchenthumbach), Doris Heigl, Christa Kilian, Thomas Mirwald (alle Grafenwöhr), Martin Wiesend (Vorbach), Helmut Schäffler, Hiltrud Biewald (beide Neustadt/Kulm) und Jürgen Urban (Schlammersdorf). (rn)
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