Ein Abend voller „Lady-Kracher“
Faschingsball der Eschenbacher Faschingsgesellschaft beim "Scherm-Karl"

Indianer-Squaws, Cowgirls und eine Bardame: Das waren die Zutaten für den Auftritt des Damenballetts "Lady-Kracher".

"Zehn Jahre Eschenbacher Faschingsgesellschaft sind Anlass, es narrisch krachen zu lassen." Elisabeth Eisner versprach zum Auftakt des Faschingsballes beim "Scherm-Karl" nicht zu viel. Mitternacht war bereits vorbei, doch das närrische Volk gab die Parole aus: "Wir gehen noch lange nicht heim!"

Die Eschenbacher Faschingsgesellschaft (EFG) schwimmt auf einer Erfolgswelle. Vor zehn Jahren gegründet, brachte sie mit Faschingszügen und -bällen Leben in das dahindümpelnde närrische Geschehen in der Rußweiherstadt. Das zeigte sich einmal mehr am Samstag beim Faschingsball. Schon beim Einzug der Garden und Showtanzgruppen sowie von Vorstand und Prinzenpaaren war die Begeisterung groß.

Neben Eisner wünschten auch Vorsitzender Michael König und Prinz Florian den Besuchern einen schönen Abend mit viel Spaß: "Es wird eine Fetzn-Gaudi; lasst es krachen." Den Auftakt dazu machten die Kleinen der Krümelgarde. Nach dem Eröffnungstanz des Prinzenpaares Marina und Florian fiel der Startschuss für den "Horrido-Express", der die farbenprächtig kostümierten Narren unentwegt auf die Tanzfläche lockte: Scheichs und Suleikas, Sheriffs und Sträflinge, Bienchen und Blumenmädchen, römische Soldaten und Zigeunerinnen, Indianer und Squaws, Teufelchen und griechische Göttinnen, Steinzeitmenschen und Räuber.

Showtanz im Dirndl


Die Tanzrunden wurden unterbrochen durch den Auftritt der Garden. Zu einem "Pink"-Medley fegte die Jugendgarde bei ihrem Gardetanz übers Parkett. Ihren Showtanz zu Volksmusik-Klängen absolvierten die Mädchen im Dirndl. Die Prinzengarde glänzte zunächst zu einem Medley der "Toten Hosen" und zeigte bei ihrem heißen Showtanz zu Rocksongs raffinierte Figuren und ausgefeilte Choreographien.

Ein neuer Schlachtruf


"Lassen Sie sich überraschen", hatte es im Vorfeld zum Auftritt des Damenballetts geheißen, das Elisabeth Eisner nun als "Lady-Kracher" ankündigte. Zu Musik aus dem "Schuh des Manitu" tanzten zunächst Indianer-Squaws, die plötzlich von einer Schar Cowgirls, unter die sich auch eine Bardame gemischt hatte, bedrängt wurde. Der neue Schlachtruf "Lady! - Kracher!" war kreiert.

Der nächste Höhepunkt war der Auftritt des Männerballetts "Ruß-Weiber" zu Hits aus den 1990er Jahren: in bunten Netzleibchen, kurzen engen Hosen, knalligen Perücken und Netzstrümpfen. Nach dem Ende der Faschingszeit tritt die Truppe übrigens in Auerbach bei den Oberpfälzer Gaudi-Meisterschaften an. Alle fünf Tanzgruppen zeigten, was sie mit ihren Trainerinnen Renate, Suzann, Rosi, Tanja, Andrea, Janina, Evi, Elisabeth und Carina in harter Probenarbeit einstudiert haben.
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