Einbrüche in Autohäuser
Polizei hofft auf Zeugen

Symbolbild: dpa

Gute Nachricht: Wohnungseinbrüche gab es in den vergangenen Wochen im Städtedreieck keine mehr. Schlechte Nachricht: Nun sind Betriebe dran.

Eschenbach/Pressath. Der jüngste Fall für die Polizeiinspektion Eschenbach ereignete sich erst am Wochenende: Im Industriegebiet am Stadtwald drangen Einbrecher über die Nebentür in ein Betriebsgebäude ein und entwendeten Autoteile im Wert von mehreren tausend Euro. "Wie hoch der Wert der Beute genau ist, steht noch nicht fest", sagt stellvertretender Inspektionsleiter Werner Stopfer.

Dagegen stehe sehr wohl fest, dass sich solche Fälle häufen. Im Städtedreieck waren es in den vergangenen Wochen vor allem Autohäuser und -werkstätten, die die Einbrecher heimsuchen. Kurz vor und kurz nach Weihnachten war ein Eschenbacher Autohaus an der Reihe. Dabei stahlen sie sieben Reifensätze von Ausstellungsautos. Dem Eigentümer entstand ein Schaden von mehr als 10 000 Euro. Noch heftiger erwischte es ein Pressather Autohaus. Der Betrieb in der Eschenbacher Straße wird regelmäßig von Dieben heimgesucht. Besonders heftig war es in der Nacht zum 20. Dezember. An diesem Wochenende brachen Einbrecher mehrere Container auf und nahmen Kompletträder mit. Hier ging der Schaden in die Zehntausende.

Die Ermittlungen laufen, die Kriminalpolizei hat sich eingeschaltet. Viel bekannt ist über die Täter nicht, erklärt Stopfer. "Es lässt sich schwer sagen, ob es immer dieselben Täter sind." Beim doppelten Einbruch in dasselbe Eschenbacher Autohaus könne man davon ausgehen, aber sonst?

Allerdings sei es nicht so, dass es gar keine Infos gibt. Gerade zu diesem Fall in Eschenbach sei die Polizei auf einer konkreten Spur. Die Ermittlungen dürften aber noch länger dauern. Auch zum Einbruch vom Wochenende gebe es brauchbare Hinweise. Zeugen fielen am Abend des Dreikönigstags Gestalten mit Taschenlampen an dem Betrieb auf.

Am 8. Januar fielen dann drei Personen in einem Auto mit osteuropäischer Zulassung auf. "Wir gehen davon aus, dass die Täter die Einbruchsobjekte vor der Tat auskundschaften", schließt Stopfer nicht nur aus diesen Beobachtungen.

Deshalb sei es wichtig, Auffälliges schnell zu melden. Nach der Tat seien Hinweise hilfreich, besser sind sie schon bei der Beobachtung. Beispielhaft habe eine Frau am Dienstagabend gehandelt: Als sie ein Auto in ihrem Hof und einen Unbekannten auf der Terrasse bemerkte, habe sie die Rollladen geschlossen und die Polizei verständigt. Die sofort eingeleitete Fahndung blieb aber erfolglos.

HintergrundBei den Ermittlungen gegen Einbrecher ist die Polizei auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. Wer Verdächtiges bemerkt, sollte es sofort melden, empfiehlt Werner Stopfer. Je schneller und konkreter die Infos, desto besser. Wichtig sind Kennzeichen und Beschreibung verdächtiger Autos. Wie viele Menschen saßen darin? Wie sahen sie aus? Solche Meldungen können beitragen, Einbrüche vor der Tat zu verhindern. Zu erreichen ist die Inspektion unter der Nummer 09645/92040, aber auch über die 110 kann schnell eine Verbindung hergestellt werden. Wichtig sei aber auch, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen.
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