Erste-Hilfe-Tage des BRK
Lebensrettende Stationen

Seltenen Gelegenheit: Dem Knochenmann die Hand geben. Bild: rn

Zu einem Tag der offenen Tür wurden die Erste-Hilfe-Tage der Bereitschaft Eschenbach des Bayerischen Roten Kreuzes. Die Stationen reichten von Verbandskasten und Knochenmann bis hin zu Notfallrucksack, Herz-Lungen- Wiederbelebung und Katastrophenkoffer.

Auf der Grünfläche vor dem BRK-Heim hinter der Bergkirche tat sich etwas Besonderes. Weiße BRK-Zelte und -Einsatzfahrzeuge lockten zum Nähertreten, Schauen und Informieren. Anlass waren Aktionstage mit Vorträgen über Herzerkrankungen und Frühdefibrillation (wir berichteten bereits). Am zweiten Tag standen eine Ausstellung und das Üben lebenserhaltender Maßnahmen im Vordergrund der Initiative der Eschenbacher Rot-Kreuz-Familie.

Der Rundgang durch die Zeltstadt begann in einem einsatzfähigen Verbandsplatz. In der nächsten Station informierten sich die Besucher über die vorgegebenen Inhalte eines Pkw-Verbandskastens. Denn "Verstöße gegen eine Vorschrift über mitzuführendes Erste-Hilfe-Material" werden bei einem Pkw mit einer Gebühr von fünf Euro belegt.

Vielseitig war das ausgelegte Unterrichtsmaterial. Am auffälligsten waren eine Puppe mit der Darstellung der inneren Organe und ein "Knochenmann". Die auskunftsfreudigen BRKler geleiteten die Besucher weiter zu Ausrüstungsgegenständen, die am Unfall- oder Einsatzort unverzichtbar sind: Vakuummatratze zur Lagerung von Rückenverletzten, Verbandsrucksack, Halskrause und Notfallrucksack mit Geräten zu Inkubation, Infusion, Wiederbelebung und Messen des Blutdrucks.

Selbst aktiv werden konnten die Besucher im Zelt "Herz-Lungen-Wiederbelebung/Defibrillation". Sie erkannten, wie hilfreich die laufenden Anweisungen des eingeschalteten Frühdefi sind. Dazu gehörten Sprüche wie: "Notruf absetzen, gesamte Kleidung vom Brustkorb entfernen, Klebeelektroden auf nackten Brustkorb kleben und fest andrücken, Stecker überprüfen, Geräte schreibt EKG, weg vom Patienten, Schock empfohlen." An Übungsgeräten standen Anatomic-Anne, Resusci-Anne und Herz-Lungen-Reanimationspuppen mit Maskensortiment zur Verfügung.

Die Zeltstadt mit Ausstellung ergänzte ein Fuhrpark. Aufmerksamkeit weckte das Führungsfahrzeug Katastrophenschutz mit 220 Volt-Aggregat, Digitalfunk und abgedichteten Türen. Weniger spektakulär war ein Krankenwagen mit Tragevorrichtungen und ein Quad für besondere Einsätze.
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