Es ist laut am Großen Rußweiher
Tausende von Lachmöwen sind auf der Balz

Eschenbach. (rn) Die Möwen sind zurück. In der vergangenen Woche haben sie wieder ihre Brutplätze am Großen Rußweiher eingenommen. Ihre typischen Schreie übertönen die Laute aller anderen Wasservögel deutlich. Aufzeichnungen über die Eschenbacher Brutkolonie reichen zurück bis ins Jahr 1626. Damit zählt sie bayernweit zu den ältesten. Im Verlauf der Jahre gab es allerdings beträchtliche Bestandsschwankungen. So brüteten in den 1960er Jahren mehr als 4000 Paare und damit bedeutend mehr als in der jüngeren Zeit. Wie aus einem Faltblatt über die "Vogelfreistätte Großer Rußweiher" hervorgeht, wechselten die Lachmöwen mehrfach den Brutplatz. So nisteten sie im 19. Jahrhundert zum Beispiel am Paulusweiher, zogen dann aber um, als dieser mehr und mehr verlandete und das flacher werdende Wasser nicht mehr genügend Schutz gegen Eierräuber wie Füchse und Marder bot. Heute brüten die Vögel, die die auffälligste Erscheinung im Weihergebiet darstellen, nahezu ausschließlich am Obersee. Wer den Wanderweg um den See benutzt, dem bietet sich die Gelegenheit, die Möwen bei ihrer eleganten Balz zu beobachten - bei entsprechender Geräuschkulisse. Bild: rn
Weitere Beiträge zu den Themen: Rußweiher (39)Möwe (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.