"Es war ein gutes Jahr": Karten- und Schachverein zieht in Jahreshauptversammlung Bilanz für ...
Ansteckende Geselligkeit

Insgesamt 35 Jahre Mitarbeit in der Vereinsführung, davon 6 Jahre als stellvertretender Vorsitzender: "Das reicht", sagt Adolf Kraus (Mitte). Künftig ist er nur noch "einfaches" Mitglied des Karten- und Schachvereins. Vorsitzender Harald Drobig (rechts) und Ehrenvorsitzender Klaus Lehl bedankten sich mit einem Präsent für das langjährige Engagement. Bilder: do (2)
 
Kunstvolle Erinnerungsgeschenke waren der Dank für 25-jährige Treue. Unser Bild zeigt (von links) die Geehrten Werner Lemberger, Beate Grötsch und Stefan Perl sowie stellvertretende Vorsitzende und Geschäftsführerin Sieglinde Horn.

Die Kartler und Schachspieler schwächeln ein bisschen. Bei der Gründung des Karten- und Schachvereins (KSV) vor 50 Jahren standen diese Sparten noch im Mittelpunkt, heute triumphieren eher das gesellige Miteinander und sportlicher Ehrgeiz. Von Anfang an waren zum Beispiel die Stadtmeisterschaften im Kegeln ein Organisationsprivileg des Vereins. Großes plant dieser im nächsten Jahr: Dann feiert er sein 50-jähriges Bestehen.

Angeführt von Harald Drobig - "mit Kanzlerin Angela Merkel ins Amt gekommen", wie er hintergründig anmerkte -, stellt sich der Karten- und Schachverein immer wieder neu auf. Und die Mitglieder kommen gern zu den Veranstaltungen. "Man fühlt sich hier einfach wohl", sagte ein langjähriger KSVler und meinte damit das "Klima des Entspanntseins". Kein Wunder bei dem lockeren Jahresprogramm, das der Vorsitzende in seinem Rückblick auf 2016 noch einmal in Erinnerung rief.

"Es war ein gutes Jahr", bilanzierte Harald Drobig in vorweihnachtlicher Atmosphäre bei der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim der Kleintierzüchter. Im Einzelnen verwies der Vorsitzende auf das traditionelle Christbaumanzünden in der Vereinshochburg Apfelbach, den erneuten Kraftakt mit der Organisation der Stadtmeisterschaften im Kegeln, die "Kultveranstaltung" Vatertagsfeier und den Vereinsausflug mit Floßfahrt auf dem Obermain. Seit vielen Jahren gehört ein Hamburger-Stand des Vereins zum Bürgerfest, stellte Drobig weiter fest. Er berichtete ferner von den Vereinsmeisterschaften im Schafkopfen, Watten, Skat, Schnauz sowie Kegeln und verwies auf den Gratulationsservice bei runden Geburtstagen. Auch das Gesamtalter aller KSVler hatte der Vorsitzende scherzhaft hochgerechnet. Bei 276 Mitgliedern kam er auf insgesamt 16 085 Jahre und einen Altersdurchschnitt von 58 Jahren.

In einer Gedenkminute erinnerte Drobig an die verstorbenen Ehrenmitglieder Hans Lehner und Fritz Ramming, an den ehemaligen Kassenverwalter und Spartenleiter Helmut Liers sowie an das langjährige Mitglied Robert Einicher. Erwähnung fand auch die Fahnenbegleitung beim Volkstrauertag. "Wir können stolz auf unseren Verein sein", meinte der Vorsitzende zusammenfassend. "Bei uns ist die Geselligkeit ansteckend", urteilte er und verband dieses stete Stimmungshoch mit einem Dank an den engagierten Vorstand und die vielen aktiven und dankbaren Mitglieder.

Jubiläumsfeier im Juni


Der kurze Ausblick versprach weiteren Elan. Besonders an einer schönen 50-Jahr-Feier ist Harald Drobig gelegen, "damit Eschenbach wiederbelebt wird", wie er scherzhaft erklärte. Näheres zum Jubiläum teilte Thomas Riedl mit. Als Festtermin stehen der 24. und 25. Juni 2017. Geplant sind eine Plattenparty im alten Feuerwehrhaus und tags darauf ein "Gartenfest" in dessen Umfeld. Als Spartenleiter Kegeln verwies Riedl auf die Jubiläums-Stadtmeisterschaften vom 2. bis 9. April 2017 sowie die Meisterschaftsfeier am 21. April 2017.

25 Jahre Treue


In Grußworten würdigten dritter Bürgermeister Klaus Lehl, auch Ehrenvorsitzender des KSV, und Dieter Kies, der Vorsitzende des Stadtverbands, die großen Anstrengungen, das gesellschaftliche und sportliche Leben in der Stadt zu bereichern. Beide überreichten zudem Spendenkuverts.

"Wer nicht müde wird, sich für die Belange eines Vereins einzusetzen, dem gebühren Dank und Anerkennung", erklärte Harald Drobig bei einer Mitgliederehrung. Der Vorsitzende gratulierte Werner Lemberger, Beate Grötsch und Stefan Perl jeweils zu 25 Jahren Zugehörigkeit und überreichte kunstvolle Erinnerungsgeschenke.

Zwei neue GesichterDie Neuwahlen wurden zu einem überwältigenden Vertrauensbeweis für Harald Drobig und seine Vorstandskollegen. Ohne Gegenstimme bestätigten die 42 anwesenden Mitglieder den Vorsitzenden im Amt. Auch Sieglinde Horn wurde als Stellvertreterin und gleichzeitig Geschäftsführerin einstimmig wiedergewählt. Die Vereinskasse bleibt bei Robert Held in guten Händen, als Schriftführerin fungiert wie bisher Elke Reinl. Die Kasse prüfen Harald Gmeiner und Josef Rupprecht. Spartenleiter sind wie bisher Peter Drobig im Kartenspiel und Thomas Riedl im Kegeln.

Veränderungen gab es im Beirat. Adolf Kraus, ein Urgestein des Karten- und Schachvereins, zog sich aus der Vereinsspitze zurück. Kraus bekleidete in seiner bisher 40-jährigen Mitgliedschaft 6 Jahre das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden, seit 29 Jahren unterstützte er den KSV als Beisitzer. Auch Johann Wagner wollte nicht mehr als Beirat kandidieren. Beisitzer sind nun Josef Bauer, Gertraud Distler, Sonja Drobig, Heinz Fuchs, Maria Hann, Christine Held, Josef Held, Herbert Horn, Marga Scherm, Hans Peter Schramm und Cornelia Siegler. (do)
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