Eschenbacher Erstkommunionkinder erkunden Regensburg
Beim "lachenden Engel" im Dom

Auch heuer war Regensburg das Ziel des Ausflugs der Erstkommunionkinder. Unser Bild zeigt die Mädchen und Buben zusammen mit ihren Eltern sowie Stadtpfarrer Thomas Jeschner (Vierte Reihe, links) und Gemeindereferentin Gabriele Gabriel (letzte Reihe, Zweite von rechts) auf den Stufen vor dem Westportal des Domes St. Peter. Bild: gpa

Den Ausklang der Erstkommunion in der Pfarrei St. Laurentius bildet immer ein Ausflug. Eltern, Stadtpfarrer Thomas Jeschner und Gemeindereferentin Gabriele Gabriel begleiteten die Kinder dabei nach Regensburg. Dass die Altstadt der Oberpfälzer Metropole ein Juwel ist, erlebten die Kinder dort bei einem Rundgang.

Die "Steinerne Brücke", das Wahrzeichen Regensburgs, war das erste Bauwerk, das auf dem Weg in die "City" zu bewundern war. Über Jahrhunderte war die 300 Meter lange Brücke - die älteste in Deutschland - die einzige Verbindung von der einen Donauseite zur anderen.

Mit einer "Stadtmaus", wie die Regensburger Fremdenführer genannt werden, durchstreiften die Eschenbacher die engen Gassen der Altstadt und erfuhren dabei einiges über gern benutzte Redewendungen, über deren Entstehung aber kaum jemand im Bilde ist. Denn wer weiß schon, dass der Begriff "Alles in Butter" seinen Ursprung in Italien hat. Dort tauchte man im Mittelalter das berühmte, teuere venezianische Murano-Glas in flüssige Butter, die - hart geworden - den risikolosen Transport in den Norden erlaubte. Für den Händler war somit "alles in Butter".

Aus der heiligen Schrift leitete die "Stadtmaus" einen weiteren Begriff ab, der sich auf die Steine an den Ecken der engen Gassen der Stadt bezog. In der Bibel ist die Rede von Christus, dem "Eckstein, den die Bauleute verworfen haben". In Regensburg sollten die "Ecksteine" dafür sorgen, dass die Fußgänger nicht von den Rädern der Händlerkarren verletzt wurden.

Höhepunkt des Tages war nach der Mittagspause ein Gottesdienst, den Stadtpfarrer Thomas Jeschner in der Bischof-Sailer-Kapelle im rechten Seitenschiff des Domes zelebrierte. Dabei bestaunten die Mädchen und Buben auch die Domorgel, den "lachenden Engel" und natürlich die "Schwiegermutter des Teufels".

Voller Ehrfurcht hörten die Erstkommunionkinder auch von den Steinmetzen, die die Quader für den Dom bearbeiteten. Bevor von der schönen Stadt an der Donau Abschied genommen wurde - und zum besseren "Verdauen" der Erlebnisse des Tages -, war ein Abstecher in eine Eisdiele angesagt.
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