Eschenbacher Kleintierzüchter freuen sich über Bestnoten bei der Leistungsschau
Das V steht für „Vorzüglich“

Kurz vor Weihnachten ehren die Kleintierzüchter die Vereinsmeister: Unser Bild zeigt von links Dritten Bürgermeister Klaus Lehl mit Alexander Reindl, Vizemeister, die Lokalschau-Champions Josef Dötterl und Bernhard Müller, Vizemeister Andreas Marzi, Wanderpokal-Sieger Karl Schraml, Vizemeister Erich Raß sowie Werner Kennel. Bild: do

Die Vogelgrippe war bei der Meisterschaftsfeier des Kleintierzuchtvereins Thema. Vorstand Werner Kennel Junior berichtete von beunruhigen Nachrichten aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach. "Da hatten wir Glück", schnaufte der Vorsitzende durch und bewertete die Leistungsschau eine Woche vorher als Bestätigung der Arbeit.

Im Amberger Raum seien Lokalschauen auf Anordnung zu "innerbetrieblichen Veranstaltungen" verkümmert, wusste Werner Kennel. In Eschenbach ging noch vor dem Bekanntwerden der Geflügelpest in einem Rodinger Hof die Großveranstaltung über die Bühne. Jetzt werde den Züchtern im Landkreis Amberg-Sulzbach empfohlen, ihre Tiere bei Lokalschauen nach der Benotung sofort mitzunehmen, um Ansteckungsgefahr zu minimieren. "Hoffentlich ist das kein Behörden-Wahnsinn", erklärte der besorgte Züchtervorsitzende.

Mit Blick auf die Schau vor einer Woche zeigte sich Werner Kennel zufrieden. "Wir waren gut in der Zeit", bemerkte er mit Hinweis auf die behördliche Warnstufenskala. Deshalb fiel der "Erntedank" bei sauren Bratwürsten und netten Gästen gelöst und locker aus. Der Vorsitzende bilanzierte: "Es war eine brillante Leistungsschau." Dies belegte Werner Kennel mit Zahlen. Das "V" bedeutete für den Chef der Züchter nicht "Victory", sondern "Vorzüglich". Dieses Nonplusultra eines Zuchtjahres bekamen die Züchter oft wie nie zuvor zu hören.

In der großen Halle des Züchterheimes hoben auch die Ausstellungsleiter Josef Dötterl, Florian Götz und Wolfgang Dobmeier die Ergebnisse hervor. Besonders der Dank an die Ausstellungskräfte war dem Führungsteam wichtig. Beispielhaft nannten die Ausstellungsleiter Tamara Plößner, Jonas Rupprecht, Alexander Sporr, Annegret und Werner Kennel, die Familie Plohmann und Bernhard Müller. Auch die Wirtsleute, Preisrichter und Pokalspender gehörten zu den Dankadressen.

Geflügelausstellungsleiter Wolfgang Dobmeier war hin und weg von seinen Züchtern und deren Tieren: Mit 28 Züchtern, davon 10 aus der Jugend, und 383 Tieren sei das "Erntedankfest" zur bemerkenswerten "Heerschau" für Hühner und Wasservögel, Tauben, Enten, Gänsen und Fasane geworden. Neben der Quantität boten die Züchter auch Qualität: Für Jung- und Altzüchter summierte sich die Bestnote "vorzüglich" auf zwölf Tiere. 26 Mal stuften die Richter das Federvieh in die zweithöchste Notenskala "hervorragend" ein. Die Note sehr gut gab es sogar 238 Mal.

Den Dank der Stadt übermittelte dritter Bürgermeister Klaus Lehl. Der Stadtvertreter zeigte sich von den Züchterleidenschaften beeindruckt: "Die Mitglieder stehen bei der Lokalschau einmal im Jahr im Rampenlicht. Die tägliche Arbeit mit den Tieren wird nicht gesehen." Lehl würdigte ferner die Jugendarbeit und die Beteiligung am Stadtgeschehen, und übergab ein Spendenkuvert. Ein Vertreter des Stadtverbands fehlte. Mit Zukunftswünschen "für einen vollen Stall" schloss Vorsitzender Kennel die Meisterschaftsfeier. (siehe Kasten)
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