Eschenbacher stürmen Rathaus
Närrische Stadt

Mit einer Ordensverleihung im Rohrersaal an Prominente, Organisatoren und Akteure endete ein erster Höhepunkt des Eschenbacher Faschingstreibens. Bild: do

Ein dreifach donnerndes Eschenbach Helau war beim Rathaussturm der Faschingsgesellschaft allgegenwärtig. Dieses Bekenntnis zu Frohsinn und karnevalistischer Ausgelassenheit setzte sich am Sonntag nach Übernahme der Regierungsgewalt fort. Prinzenpaare und Garden, Elferrat und die Eschenbacher Faschingsgesellschaft besetzten den Rohrersaal.

Energiegeladen präsentierten die schillernden Garden auf dem Parkett des Rohrersaales nach Speis und Trank erstmals Ansätze ihres feurigen Tanzprogrammes. Der erste Eindruck der vielen gut gelaunten Besucher war einhellig: Die Narren dürfen sich schon jetzt freuen. Auf sie warten in der Faschingszeit Auftritte und Tanzeinlagen voller Rasse und Klasse. Ob Mini-, Krümel-, Jugend- oder Prinzengarde, ob Männerballett oder die aus "reiferen" Damen neu entstandene Showtanzgruppe der "Lady Kracher", die Eschenbacher Faschingstruppe lässt es wortwörtlich krachen. Am Sonntag kamen krachende Einlagen von der Bütt hinzu.

In ihrem Element war die närrische Frohnatur Elisabeth Eißner. Von wegen Moseltröpfchen. Wie prickelnden Champagner genoss das Publikum die mit perlendem Esprit vorgetragenen Wortspielereien. Charmant beleuchtete das temperamentvolle Urgestein närrischen Treibens die Eigenheiten einiger Prominenter. "Vinzenz an Fasching darf ich foppen, mir scheint, du willst den Heesters toppen", hieß es über Alterspräsident Vinzenz Dachauer und "ohne Präsident Harry und Vorstand Michel die zwei, wäre der Fasching einerlei". Wenig schmeichelhaft war das Urteil über die Rathauspolitiker. "Die Kommunalpolitiker nah klar, erscheinen uns narrisch auch unter dem Jahr. Denn zwischen narrisch und närrisch der Unterschied fein, zwei Pünktchen auf dem a so klein. Und doch: auch ihr seid geboren, um närrisch zu sein".

Für die Rettungs- und Einsatzkräfte gab es das Loblied: "Polizei, Rotes Kreuz und Feuerwehr, ja, euch achten wir besonders sehr". Den Spendern der Banken galt die Würdigung: "Geboren, um unser Geld zu verwalten und es am besten gut zusammenzuhalten, auch wenn die Finanzen nicht immer zum Lachen, man sagt in Köln - wat willste machen". Einen närrischen Stadtpfarrer umschwärmte Elisabeth in der Bütt mit der Bemerkung: "Die Botschaft der Bibel, ja die ist froh und so wissen wir es sowieso und finden das besonders fein, auch Pfarrer sind geboren, um närrisch zu sein".
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