Faszinierender „Seeblick“ ist schon lange Vergangenheit
Ein schönes Fleckchen Erde

Das war früher im Sommer der Lieblingsplatz des im Januar verstorbenen Eschenbacher Taxi-Unternehmers Max Hammer: Von der Bank aus bot sich ein herrlicher Blick über den Rußweiher - sogar bis zum Fichtelgebirge. Im Winter war Hammer dann auf dem Gewässer anzutreffen: beim Schlittschuhlaufen. Bild: gpa

Wenn sich jetzt der Sommer wieder verabschiedet, werden beim Anblick dieses Fotos viele nostalgische Erinnerungen bei den älteren Bürgern wach. Es ist lange her, dass Spaziergänger von dieser Bank aus auf Wiesen und Felder und auf bewaldete Höhen des Fichtelgebirges im Hintergrund blicken konnten. Faszinierend war aber vor allem die freie Sicht auf den Rußweiher, der - mit Bootshütten in die Landschaft eingebettet - jedem Betrachter Freude gemacht hat.

Nicht verwunderlich ist, dass dieses Fleckchen an Sommertagen ein Lieblingsplatz von Max Hammer war. Der Eschenbacher Taxi-Unternehmer war in den früher viel strengeren Wintern auch oft auf dem gefrorenen Rußweiher anzutreffen. Während Frauen Spaziergänge auf dem See wagten und die Männerwelt sich mit Eisstock-Schieben vergnügte, benutzte Hammer das große Areal viel lieber zum Schlittschuhlaufen.

Von ihm stammen auch folgende Zeilen aus jener Zeit: "Der ,Frohsinn' schuf hier eine Bank, halt sie in Ehr', das sei dein Dank. Schau in die Fern', blick auf den See, wie herrlich die Natur von dieser schönen Höh!" Am 13. Januar 2016 ist Max Hammer im Alter von 86 Jahren gestorben.

Auch wenn seit vielen Jahren dieser, sein "Seeblick" von der Bank aus nicht mehr möglich ist, weil dort Straßen und fast ein ganzer neuer Stadtteil entstanden sind: Der Rußweiher wird Anlaufstation für die Eschenbacher "Wasserratten" und Sonnenhungrigen bleiben.
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