Feste Treffpunkte für Retter
"Rettungskette Forst" in den Waldgebieten rund um Eschenbach installiert

So sieht das Schild aus, das die Rettungstreffpunkte kennzeichnet: Revierförster Martin Gottsche (links) erläuterte Bürgermeister Peter Lehr am Obersee-Parkplatz das System der "Rettungskette Forst", das nun auch rund um Eschenbach zur Verfügung steht. Bild: rn

"Bei jedem Unfall ist schnelle Hilfe Trumpf, sie kann sogar lebensrettend sein", sagt Revierförster Martin Gottsche. Und deshalb sind nun auch die Waldgebiete rund um die Rußweiherstadt der "Rettungskette Forst" angegliedert.

Gottsche stellte Bürgermeister Peter Lehr am Rettungspunkt 2064 am Obersee-Parkplatz das System vor. Bei forstlichen Arbeiten in Bayern komme es jährlich zu mehreren tausend Unfällen, die nicht selten schwerwiegend seien und schnellste notärztliche Versorgung erforderten, sagte der Forstmann dabei. "Da sich diese Unfälle in der Regel in wenig erschlossenen Gebieten ereignen und diese Orte in einer Notfallsituation oft schwer zu beschreiben sind, finden Rettungskräfte den Unfallort häufig nicht selbstständig", machte er deutlich.

Aus diesem Grund habe Forstminister Helmut Brunner Mitte des Jahres den Aufbau einer landesweiten "Rettungskette Forst" gestartet. Kern seien 12 000 feste Rettungstreffpunkte, die bis Ende 2015 in allen privaten, kommunalen und staatlichen Wäldern installiert werden, erläuterte Gottsche. Im Durchschnitt werde es dann alle 2,5 Kilometer einen mit einem einheitlichen Schild gekennzeichneten, nummerierten Treffpunkt für Rettungskräfte geben. "Wenn das System landesweit steht, muss bei einem Notruf nur noch die Nummer des nächsten Treffpunkts genannt werden. Die Rettungskräfte können von dort aus rasch und sicher zum Unfallort gelotst werden", betonte der Forstamtsrat.

Seine kurze "Gebrauchsanweisung": "Notrufnummer 112 wählen, Nummer des Rettungspunkts angeben und dort auf den Rettungsdienst warten." Weitere Rettungspunkte rund um Eschenbach seien: städtische Kläranlage (2065), Holzmühle (1075), B 470/Abzweigung Metzenhof (1077) und Speinshart (1078).
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