Feuerwehr hat zu tun
50 Prozent mehr Einsätze

Manfred Sendlbeck. Bild: rn


Junge rücken aufDer Jugendgruppe entwachsen sind Thomas Förster, Max Gradl, Max Lindner und Andy Molz. Kommandant Udo Drechsler nahm sie offiziell in die aktive Wehr auf. An einem Atemschutzlehrgang haben Thomas Förster und Lucas Rauch teilgenommen. Als äußeres Zeichen dafür erhielten sie für die Uniform das Atemschutzabzeichen.

Aufgrund ihrer Leistungen beförderte der Kommandant Florian Burkhard zum Hauptfeuerwehrmann und Lucas Rauch zum Oberfeuerwehrmann. Den Ehrenvorsitzenden und Ausflugsbeauftragten Manfred Sendlbeck entließ er auf dessen Wunsch hin nach 45 Jahren aus dem aktiven Dienst. (rn)

Ein massives Plus bei den Einsätzen verzeichnete die Feuerwehr: 2014 "nur" 83 Mal alarmiert, rückten die 53 Aktiven - darunter 26 Atemschutzträger - im vergangenen Jahr 125 Mal aus. Gleichzeitig stiegen die Einsatzstunden von 929 auf 1658 an. Zusätzlich fielen 897 Übungs- und Ausbildungsstunden an.

Der Bericht von Kommandant Udo Drechsler in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr (wir berichteten) wurde zu einem Spiegelbild der Anforderungen an die leistungsbereite Gemeinschaft.

23 Brände, 62 technische Hilfeleistungen, 30 "lästige" Fehlalarmierungen und 10 sonstige Einsätze zählte der Kommandant in seinem Rückblick auf. Acht Klein- sowie jeweils drei Mittel- und Großbrände rief er mit Bildern in Erinnerung. Die Ursachen für technische Hilfeleistungen waren vor allem Öl auf der Fahrbahn (16), Unfälle und Verkehrshindernisse (7), sonstige Hilfeleistungen wie die Unterstützung von BRK-Einsätzen (10) und Insekten (5). Zehn Mal leisteten Einsatzkräfte Absperrdienste.

Erfreut zeigte sich Drechsler über die Jugendgruppe mit 23 Anwärtern, darunter sieben Mädchen. Er berichtete von neun Übungen, drei Unterrichtsveranstaltungen, der Teilnahme an Atemschutzübungen in Neustadt/WN und an der Feuerwehrschule Regensburg sowie von Besichtungsfahrten für das künftige Löschgruppenfahrzeug (LF 20).

Nächtliche Großübung


Bei den regelmäßigen Sitzungen der Gruppenführer ging es um Übungsvorbereitung, Übungs- und Einsatzbesprechungen, Brandschutzbegehungen bei Firmen sowie Informationen aus den Kommandantenversammlungen. Um das Ausbildungsniveau stets auf hohem Stand zu halten, besuchten sieben Aktive den Atemschutzlehrgang in Pressath sowie die Feuerwehrschulen Regensburg und Würzburg.

Mit einer Bildernachlese informierte der Kommandant über die Brandschutzerziehung im Kindergarten sowie in der Markus-Gottwalt-Schule und der US-Grundschule Netzaberg, die Zugübungen beim Taubnschuster mit Atemschutz-Einsatz und im Bauhof sowie die nächtliche Großübung in Bieberswöhr. Die auf ihn und seinen Adjutanten entfallenen Termine bezifferte er auf mehr als 200.

Mit Schaummittelzusatz


Dann stellte Drechsler das für dieses Jahr angekündigte neue Löschfahrzeug vor. Bei ihm handelt es sich um einen Mercedes Benz mit Vollautomatik, 290 PS, 2500-Liter-Löschwassertank, LED-Beleuchtung und einer Schaummittel-Zumischanlage von 200 Liter. Dem Schaummittelzusatz, der biologisch abbaubar sei, bescheinigte er eine verbesserte Löschwirkung und demonstrierte dies mit einem Film: "Durch Zusammenarbeit und gemeinsame Bestellung mit den Feuerwehren Neustadt/WN und Mantel ersparten wir der Kommune Kosten von mehr als 50 000 Euro."

Die leistungsfähigen Waschanlagen im neuen Feuerwehrhaus kommen auch umliegenden Wehren zugute. Für die Reinigungsarbeiten sind jedoch Angehörige der Eschenbacher wehr zuständig. Der Kommandant sprach von 20 Arbeitsstunden, die für das Waschen auswärtiger Einsatzkleidung erbracht wurden, und von 30 Arbeitsstunden für das Reinigen von Schläuchen anderer Feuerwehren.
Weitere Beiträge zu den Themen: Jahreshauptversammlung (966)Feuerwehr (1117)
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