Firmung in Eschenbach
Geistreicher Gottesdienst

50 junge Menschen empfingen am Mittwoch in der Stadtpfarrkirche von Weihbischof Dr. Josef Graf das Sakrament der Firmung. Unser Bild zeigt die Firmlinge nach dem Festgottesdienst mit dem Weihbischof (Zweiter von links), Stadtpfarrer Thomas Jeschner (links) und Ruhestandspfarrer Helmut Süß (rechts). Bilder: do (2)

Firmung in Eschenbach. Das hieß für Firmlinge, Paten und Kirchenvolk getreu dem Kirchenlied "Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein". Verbunden war die Bitte an Weihbischof Dr. Josef Graf, 50 jungen Menschen das Sakrament der Firmung zu spenden.

Die Frühlingssonne blinzelte durch die Butzenscheiben des "Eschenbacher Doms". Sie strahlte über fesche Buben und Mädchen, festlich gekleidete Paten und erwartungsfrohe Eltern, Omas und Opas. Gelb und weiß leuchtete die Festbeflaggung in den Kirchenfarben, ein strahlender Festhimmel, Blumenarrangements mit Lilien, Freesien und Anturien in rot, weiß und gelb, mächtiger Orgelklang, chorische Jubelgesänge, erfrischend und modern vorgetragen vom Chor der Pfarrei unter Leitung von Joachim Steppert. Das hieß Firmung in Eschenbach. Mit Stadtpfarrer und Dekan Thomas Jeschner und Ruhestandspfarrer Helmut Süß zog Weihbischof Dr. Josef Graf, begleitet von einer stattlichen Messdiener-Schar unter dem mächtigen Geläut der Glocken von St. Laurentius vom Pfarrhof zur Stadtpfarrkirche.

Vor dem Gotteshaus warteten geduldig die Mitglieder der Eltern-Kind-Gruppe von Angelika Trummer auf die Prozession. Der Bischof eilte zu den Wartenden und segnet nacheinander jedes Kleinkind. Die Muttis strahlten, der Nachwuchs staunte. Im Gotteshaus begrüßte der Stadtpfarrer den hohen kirchlichen Würdenträger aus Regensburg und drei Firmlinge versicherten dem Bischof: "Wir haben uns auf die heilige Firmung vorbereitet und sehnen uns nach dem Miteinander in der kirchlichen Gemeinschaft." Diese vollkommene Verbundenheit mit der Kirche erwarten sich die 50 jungen Menschen mit der Kraft des Heiligen Geistes.

Jesus als Idol


In Wort und Tat aus diesem Glauben zu leben, dazu ermunterte der Kirchenmann. In seiner Predigt verglich der Weihbischof die Begeisterung junger Menschen für ihre Idole in Musik und Sport mit dem Wunsch, ein bisschen dieser Talente bei sich zu entdecken. Heute, am Tag der Firmung, werde diese Hoffnung mit einem Blick auf Jesus erfüllt.

Während der Mensch beim Schenken an äußere Dinge wie Lebenskraft, Sorge, Liebe und Aufmerksamkeit denke, schenke Gott seine Gunst und innere Kraft. Voraussetzung dafür sei jedoch ein waches Herz. "Jesus im Herzen haben, damit er in uns wohnen kann", sei eine wesentliche Voraussetzung, mit den Herzen zu verstehen und mit dem Segen Gottes begeisterte junge Menschen zu formen. Symbolhaft verwies der Weihbischof auf die unendlich scheinende Weite der Bahngleis-Strecken: "Immer in Verbindung bleiben bedeutet, ein ganzes Leben lang sich vom Feuer des Heiligen Geistes begleiten zu lassen." Den Paten empfahl der Prediger, zu ihren Firmlingen eine neue Beziehung aufzubauen und die Verbundenheit im Glauben und im Leben zu stärken.

Chrisam aufs Haupt


Im Mittelpunkt standen danach das Taufbekenntnis sowie die Spende der Firmung. Begleitet von ihren Paten traten die Firmlinge einzeln vor den Weihbischof. Assistiert von Stadtpfarrer Thomas Jeschner und Ruhestandspfarrer Helmut Süß zeichnete der persönliche Vertreter des Diözesanbischofs den Firmlingen mit Chrisam, ein mit kostbaren Duftstoffen versehenes Öl, ein Kreuz auf die Stirn, legte ihnen die Hand auf und sprach den Friedensgruß. Während der Firmung ergänzten sich Wortbeiträge und Fürbitten von Gemeindereferentin Gabriele Gabriel und feierlicher Chorgesang.

Die Zeremonie beendeten acht Firmlinge mit Fürbitten unter anderem für eine glaubwürdige Welt der Kirche, für begeisternde Gemeinden und für Religionsfreiheit und Menschenwürde. Mit der Eucharistie endete der Gottesdienst. Stadtpfarrer Thomas Jeschner lud Firmlinge, Paten und Familienangehörige zu Stehempfang und Fototermin auf den Kirchplatz.
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