Freie Wähler blicken bereits auf Landtags- und Bundestagswahlen
„Wir sind stark an der Basis“

"Alexander Hold, der Kandidat der Freien Wähler für das Amt des Bundespräsidenten, kommt am 16. Januar zum Neujahrsempfang der Freien Wähler der Oberpfalz nach Parkstein." Mit dieser Mitteilung löste Kreisvorsitzende Gabriela Bäumler in der Jahreshauptversammlung des FW- Ortsverbands Begeisterung bei den Mitgliedern aus.

Bäumler hatte auch die Neuwahlen geleitet, bei der die Führungsmannschaft um Thomas Riedl in ihren Ämtern bestätigt wurde. Wiedergewählt wurden neben dem Vorsitzenden Michael Brüchner (Stellvertreter), Erwin Traßl (Kassier), Tanja Kallmünzer (Schriftführerin), Hubert Schmidt (Öffentlichkeitsarbeit) sowie die Revisoren Elisabeth Gottsche und Karl Lorenz. Als Beisitzer fungieren weiterhin Werner Fahrnbauer, Gerhard Plößner, Gerhard Schäftner und Daniel Schwabbauer. Die Kreisvorsitzende wünschte ihnen "viel Kraft und Energie", denn: "Solche Leute brauchen wir in der Gesellschaft."

Kalenderaktion


Im "Hotel am See" hatte Vorsitzender Thomas Riedl zuvor ein Jahr mit kommunalpolitischen und geselligen Veranstaltungen Revue passieren lassen. Er sprach von gemeinsamen Anstrengungen, die Freien Wähler durch Monatsversammlungen sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit darzustellen. Riedl dankte der Familie Bscherer für die Gestaltung der Weihnachtsfeier und sah in der bei den Einwohnern beliebten Kalenderaktion zum Jahreswechsel einen Dienst an der Gemeinschaft. Des Weiteren erinnerte er an die Neujahrsbesuche bei Rettungswache und Polizei sowie die Stadtmeisterschaft im Kegeln, bei der "wir als Pokalspender und Mannschaft präsent gewesen sind".

Einen besseren Besuch hatte der Vorsitzende bei der Felsenkellerbesichtigung bei der Familie Bscherer erwartet. Als Gründe für die geringe Resonanz sah er das schlechte Wetter, die zeitnah geplante CSU-Besichtigung und mögliche Irritationen wegen der Sperrung der öffentlichen Keller an. Als großen Erfolg wertete Riedl dagegen die Unterschriftenaktion gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Schließlich bedauerte er, dass wegen der Bauarbeiten am Taubnschusterhaus der geplante Zoiglabend abgesagt werden musste. Anlass zum Feiern habe jedoch der runde Geburtstag von Michael Brüchner gegeben.

Gut vertreten


Kassier Erwin Traßl berichtete von einem nahezu ausgeglichenen Haushalt. Als größten Ausgabeposten nannte er die Kalenderaktion. "Wir Freien Wähler sind stark an der Basis. Wir wissen, wo es an der Basis hakt", erklärte Kreisvorsitzende Gabriela Bäumler mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst 2017 und die Landtagswahl ein Jahr später. Auch berichtete sie aus der Landes- und Bundesversammlung. Den Freien Wählern der Rußweiherstadt bescheinigte sie, im Stadtrat und im Kreistag gut vertreten zu sein, und rief die Mitglieder auf: "Macht weiter so."

Radwege und Bio-TonneFür Informationen aus dem Kreistag war Karl Lorenz zuständig. Er befasste sich mit den Straßenbaumaßnahmen Pressath- Wollau und Münchsreuth sowie der Radwegeverbindung Speinshart-Oberbibrach. Den Anbau ans Landratsamts (5 Millionen), die Generalsanierung des Gymnasiums Neustadt/WN (16 bis 18 Millionen) und die Sanierung der Turnhalle der Realschule Neustadt/WN beschrieb er als die derzeit großen Kreisaufgaben.

"Der Landrat lässt bei den Fraktionen nachfragen, wo noch Ergänzungen im Radwegenetz gemacht werden sollen", berichtete Lorenz. Vorschläge dazu ergänzte er durch die Forderung zur Instandsetzung oder zum Neubau von Straßen wie Eschenbach-Grafenwöhr, Speinshart-Dobertshof und Heinersreuth-Engelmannsreuth. Auch die Einführung der Bio-Tonne ab 2017 stufte der Kreisrat als Großprojekt ein. Weiteres Thema war die Elektromobilität.

Willi Trummer ging in seinem Bericht als Kulturbeauftragter auf zwei noch erfolgreiche Felsenkellerführungen und einen weiteren Besuch mit einer Schulklasse ein. Dann stimmte er aus gesundheitlichen Aspekten ein Loblied auf die Kelleranlagen an. Außerdem sprach er Vortragsveranstaltungen zu den Themen "Urkorn Dinkel" und Notfallmappe, den "Volltreffer Marienlob" und Aktivitäten des Obst- und Gartenbauvereins an. (rn)


Umgehung: Bscherer bringt Enteignungen ins SpielIn seinem "Bericht aus den Stadtratssitzungen" beschränkte sich Hans Bscherer auf das Thema "Ortsumgehung Ost". Er hielt der CSU vor, das Projekt "erst anzuleiern", dann der SPD vorzuwerfen, dass "nichts geschieht", und nun sogar die Notwendigkeit des Projekts in Frage zu stellen. Als wenig sinnvoll wertete er die Verweigerungshaltung von Landwirten hinsichtlich von Probebohrungen und brachte sogar die Möglichkeit von Enteignungen ins Spiel. Zum Stichwort "Stadthalle" merkte der FW-Fraktionssprecher an: "Man sollte nicht nur fordern, sondern auch ein Konzept vorlegen." Es gehe um Wo und Wie, Finanzierung und Unterhalt. Als ohnehin anstehende kostenintensive Vorhaben zählte er auf: Gewerbegebiet "Am Stadtwald", Jahnstraße, Vermessungsamt und Stadtumbau. (rn)
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