Gabriele Gabriel geht nach Tokyo
Bewegender Abschied

Eine Albe für den liturgischen Dienst in der Pfarrei St. Michael in Tokio war der Wunsch von Gabriele Gabriel als Abschiedsgeschenk der Pfarrei St. Laurentius Eschenbach. Stadtpfarrer Thomas Jeschner verabschiedet Gabriel mit einem Familiengottesdienst, auch für ihren Mann Dr. Manfred Gabriel, hatte der Pfarrer ein kleines Geschenk. Bild: gpa

"Ich habe ein erfülltes Leben gehabt, habe so ziemlich jede Erfahrung gemacht." Aus Frank Sinatras "My Way" stammen diese Zeilen. Gemeindereferentin Gabriele Gabriel hatte sich dieses Lied zum Abschluss des Familiengottesdienstes gewünscht, in dem Stadtpfarrer Thomas Jeschner sie offiziell aus dem Dienst der Pfarrei verabschiedete.

Dieser Song ist ein ergreifendes Bekenntnis von Frank Sinatra, der auch ohne besondere Englischkenntnisse allein durch die Melodie unter die Haut geht. Kirchenmusiker Joachim Steppert spielte das Lied auf dem Piano.

Überraschend gut besucht war der Familiengottesdienst, bei dem von Kindern, passend zum Sonntags- Evangelium die Geschichte vom Barmherzigen Samariter szenisch dargestellt wurde. Gleichzeitig war es die letzte Aktion der scheidenden Gemeindereferentin, unterstützt vom Gottesdienst-Team. Fürbitten, die von Kindern vorgetragen wurden und das "Vater unser, der du bist im Himmel", das Gebet des Herrn, das die Kinder lautstark sangen, freute nicht nur die Eltern sondern alle Gottesdienstbesucher.

Albe zum Abschied


"Ich wünsche Ihnen für den weiteren Lebensweg alles Gute und Gottes Segen, ich danke Ihnen für all das, was Sie hier in Eschenbach getan haben. Nach zwei Jahren in Schwandorf und drei Jahren hier in Eschenbach gehen Sie in die weite Ferne, nach Tokio. Ich wünsche Ihnen auch für die Arbeit in Tokio Gottes Segen." Diese Worte waren der Beginn der Abschiedsrede von Stadtpfarrer Thomas Jeschner für seine scheidende Gemeindereferentin. Als Geschenk für ihre in der Pfarrei geleistete Arbeit überreichte er Gabriele Gabriel unter langem Beifall aller Gottesdienstbesucher eine Albe. Das liturgische Gewand hatte sich Frau Gabriel als Abschiedsgeschenk von der Pfarrei gewünscht. Auch für Dr. Manfred Gabriel, der seine Frau nach Tokio begleitet, hatte der Stadtpfarrer ein Geschenk parat.

Lustige Streitgespräche


"Ich danke Ihnen allen hier, die mich begleitet haben für ihre Unterstützung und Ihr Mitmachen in den verschiedensten Gremien der Pfarrei", sagte Gabriel anschließend. Sie erwähnte die Erstkommunion-Vorbereitungen, Vorbereitungen auf die Firmung und ganz besonders "unsere" Ministranten, die Kleinen und die Großen. "Wir haben viel miteinander erlebt und gemacht", stellte Gabriele Gabriel rückblickend auf ihre Zeit in Eschenbach fest. Dank galt der Mesnerin und dem Mesner, besonders Kirchenmusiker Joachim Steppert, der sie immer tatkräftig bei allen Projekten unterstützt hat.

Auch ihre "lustigen Streitgespräche" mit Stadtpfarrer Jeschner, bei denen "wir uns nichts geschenkt haben" und die ruhige Art der Unterstützung durch Ruhestandspfarrer Süß würden ihr stets in guter Erinnerung bleiben. "Seid von Gott begleitet, ich wünsche Ihnen allen weiterhin alles Gute", die Schlussworte der scheidenden Gemeindereferentin wurden mit lang andauerndem Beifall belohnt.

Auf dem Pfarrplatz konnten sich die Gläubigen nach dem Gottesdienst bei einem Stehempfang, zu dem der Pfarrgemeinderat eingeladen hatte, persönlich von Gabriele Gabriel verabschieden. Es waren bewegende Momente und auch manche Träne floss bei einem herzlichen "Danke schön für alles", einem Händedruck, einer Umarmung.

Aus dem Pfarrbrief der PfarreiLiebe Eschenbacher Pfarrgemeinde! Der Beruf einer Gemeindereferentin umfasst viele Bereiche und hat mit Menschen aus den unterschiedlichsten Gruppierungen zu tun: Mit Familien, Senioren, Kindern, Jugendlichen. Es geht in erster Linie darum, die Feste des Kirchenkreises mit Ihnen zu feiern und sie näher zu bringen. Es ist ein Beruf, der mir Freude bereitet. Aber auch für den Herzensberuf braucht man Kraft, Ideen und Unterstützung. Das haben Sie mir gegeben! Ich habe mich immer gut aufgenommen und begleitet gefühlt. Ihre Freundlichkeit, mich hier in Eschenbach aufzunehmen, war wundervoll und die Kreativität, mit der Sie sich in den verschiedensten Gremien eingebracht haben, war toll! Deshalb möchte ich Ihnen allen, die mir Zeit, Hilfe, Gespräche, Freundlichkeit entgegengebracht haben, DANKE sagen! Auf Wiedersehen! Sayonara! Gabriele Gabriel.
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