Geselliger Sommerabend der Liedertafel auf dem Hotzaberg
Erst singen, dann feiern

Glück muss man auch mit dem Wetter haben. Bei Biergartenatmosphäre ließ es sich im Kallmeier-Hof auf dem Hotzaberg besonders zünftig feiern. Bild: do

Singen macht Spaß. Erst recht an einem geselligen Spätsommerabend. Die Liedertafel Eschenbach "zelebriert" diese Tradition. Hoch oben auf dem Hotzaberg, einem der höchsten Geo-Punkte der Stadt mit prächtiger Fernsicht, trifft sich alljährlich der Männerchor. Bei Gastgeber Willi Kallmeier, einem treuen Sangesfreund der Liedertafel, jubilieren sie dann. Darunter verstehen die Chormitglieder singen, informieren, essen und feiern, so die Reihenfolge des Programmes.

"Wer ein ganzes Jahr arbeitet, soll auch zu gegebener Zeit so richtig entspannen", findet Vorsitzender Karl Ott. Symbolhaft ist dazu der Standort im Biergarten des Sangesbruders Willi Kallmeier. Von da oben aus ist der Weitblick prächtig. Ott versteht darunter auch einen Ausblick auf große Ereignisse in Vergangenheit und naher Zukunft.

Auftritte am laufenden Band


Zunächst war es der Rückblick, der den Vorsitzenden intensiv beschäftigte. In Anwesenheit von Ehrenvorsitzenden Walter Weiß und den früher zum "Stammpersonal" gehörenden Ex-Sängern Adolf Ertl, Richard Englhardt, Franz Wiesneth und Hans Wöhrl zog Ott Bilanz und urteilte: "Wir haben viel Gemeinsinn bewiesen."

Beispiele seien Gottesdienst-Gestaltungen, das bleibende Erlebnis des "Sommernachtstraumes" im Pausenhof der Volksschule gemeinsam mit der Stadtkapelle, das Mitwirken am Herbstfest der Musik in Weiherhammer, die Beteiligung am Volkstrauertag, die musikalische Gestaltung der Frohsinn-Generalversammlung und den Beitrag zum Faschingszug. "Der Teufel macht aus Männern singende Engel": Mit diesem Motto am Faschingswagen sei ein vielbeachtetes Spektakel gelungen, resümierte Ott.

Musikgala im Oktober


Nicht minder beeindruckend war der Ausblick des Vorsitzenden auf Veranstaltungen in den nächsten Monaten. Ott nannte das Herbstfest der Musik der Sangesfreunde in Weiherhammer am 15. Oktober und die intensiven Vorbereitungen auf die Musikgala am 29. Oktober in der Aula des Gymnasiums. Die ganze musische Vielfalt des Vierstädtedreiecks sei an diesem Konzertabend zu erleben, versicherte er. Neben der Liedertafel werden die "Stodtbergsaitn", der Männergesangsverein Weiherhammer, der gemischte Chor aus Grafenwöhr, die New Voices und das Bläserquintett der Musikschule im Vierstädtedreieck ein Herbstfeuerwerk der Musik zünden, versprach Ott.

Den Jahresbericht schloss der Vorsitzende mit einem Appell an die jüngeren Generationen, mit dem Singen im Chor ein Stück Lebensfreude zu gewinnen. Es folgte ein Dank an die neuen Sänger Bernhard Sorger und Martin Weidner und eine Gedenkminute für die verstorbenen ehemals aktiven Mitglieder Max Hammer und Hubert Müller.

Fröhliches Zechen mit ZoiglKein geselliger Abend ohne Gesang. Dirigiert von Chorleiterin Riita Michelson feierte sich der Chor selbst. Von den "Klügsten, Schönsten und Besten" war im Liedtext die Rede. Die Sänger beschworen die Vorzüge des gepflegten Miteinanders und die Treue.

Dann leiteten sie endgültig über zum fröhlichen Zechen. Deftiges Essen und Trinken war fortan Trumpf. Den süffigen Zoigl vom Fass spendierte Geburtstagsjubilar Martin Weidner und die Hochprozentigen nach dem "fetten" Essen kamen vom Medicus in den Reihen der Sänger, eine ebenfalls nachträgliche Geburtstagsrunde. "Georg bzw. Martin wir danken Dir, für diese Runden hier", hieß es dann aus voller Brust. Der Einladung von Karl Ott "Wer singt, soll auch feiern" nahmen die Sänger gerne an und auch die Ehefrauen feierten nach der Vorbereitung des Salatbüfetts kräftig mit.

Zur Biergarten-Atmosphäre gehörte zudem die rechte Musikbegleitung. Für die sorgte Sangesfreund Hermann Schreml mit der Konzertina. Bei so viel Stimmung wollte der "Spätsommernachtstraum" auf dem Hotzaberg kein Ende nehmen. (do)
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