Glutschaufel bei den Tagen der Spitzengastronomie
„Teller-Tausch“ am Obersee

Beim Tag der Spitzengastronomie geht das Hotel-Restaurant Glutschaufel neue Wege. Mit "Teller-Tausch" und kulinarischen Grüßen aus der "Gerüchteküche" demonstrieren Manuel Lopez, Ayurveda-Köchin Marion Samudio und Chefkoch Johannes Schecklmann (von links) Gastlichkeit auf hohem Niveau: leger und voller Lebensfreude. Bild: do

In Töpfen, Tiegeln und Bratpfannen zischt und brutzelt die "Gerüchteküche". Laut Duden ist das Wort eher negativ besetzt. In einer echten Küche kann daraus ein kulinarischer Traum werden. Jedenfalls verzückt in diesen Tagen die Kochkunst aus der "Gerüchteküche" das Restaurants Glutschaufel bei Eschenbach.

Kaum zu glauben: In der Glutschaufel direkt neben dem Naturschutzgebiet am Obersee steigt ein Event der besonderen Art. Unter dem Motto "Gerüchteküche - viel Rauch um nichts" dampft es, wie aus einem Vulkan. Allerdings verwandeln sich die "Gerüchte" des Vulkanschlotes in Köstliches. Am Donnerstag, 7. April, und am Freitag, 8. April, dürfen sich die Gäste im Teller-Tausch üben. Wie früher am Mittagstisch in der Großfamilie. Da allerdings war man heiß auf den schönsten Platz und die größte Portion. Doch es ist keineswegs Schall und Rauch, das im edlen Ambiente abgeht. Endlich darf der Gast einmal vom Süppchen seiner Partnerin kosten oder die Dame von Welt eine Kostprobe vom Zander im Kräutermantel des galanten Herrn probieren. Das Restaurant lädt ein zur gemütlichen Schlemmerei. Ganz leger und ohne Krawattenzwang.

Hintergrund dieser Genuss-Abende ist der zweite Tag der deutschen Spitzengastronomie. Noch nie haben sich so viele Top-Restaurants zu einer gemeinsamen Aktion zusammengeschlossen. Deutschlandweit sind es über 170. "Schmecken Sie mal bei uns rein", heißt der Leitgedanke. Dabei beim Hineinschmecken ist das Restaurant Glutschaufel. Dominieren soll aus diesem Anlass die Lässigkeit, wie es Manuel Lopez, Chef des Service, formuliert. Ungewöhnlich ist besonders das Angebot zum "Teller-Tausch".

Fürs Auge


"Von unserem bodenständigen, aber leidenschaftlich geführten Haus sollen Impulse ausgehen", begründet Lopez die Aktion. Kochen mit Herz und Lebensfreude verbreiten, ist der Anspruch. Doch auch das Auge esse mit, weiß der Service-Chef. Deshalb lege das Restaurant viel Wert auf gemütliches Ambiente einerseits und die Köstlichkeiten andererseits. Die Beteiligung am Tag der Deutschen Spitzengastronomie mit der Empfehlung zum "Teller-Tausch" gehört für die Glutschaufel zu den Herausforderungen, Neues zu wagen, erklärt Lopez.

Kein Hausverbot


Gabriela Weber, Chefin der Glutschaufel, kennt auch zu Genüge die "Gerüchteküche" über gut geführte Restaurants. "Böse Zungen behaupten, Gäste, die vom Teller des anderen probiert haben, bekamen mit der Rechnung eine Rote Karte, also Hausverbot", weiß die Besitzerin. Das sei Quatsch, betont die Leiterin des Hauses. Nicht vorverurteilen und reden, sondern erleben, empfiehlt Gabriela Weber deshalb diesen Kritikern. Diese Devise gelte auch am Tag der Deutschen Spitzengastronomie. Ein demonstrativer "Teller-Tausch" soll der Gerüchteküche ein Ende bereiten. Anstelle von Ehrfurcht einflößenden Gedecken und schweren Silberbestecken rechts und links einer Telleransammlung wird es gemütlich zugehen, verspricht Manuel Lopez, der Mann für den Service.

Zum Schlüsselerlebnis werden allerdings die Gaumenfreuden. Für die Genussabende verantwortlich ist Küchenchef Johannes Schecklmann. Der Chefkoch hat für den "Teller-Tausch" besondere Zungenschnalzer zusammengestellt. Selbstbewusst erklärt der Herr der Töpfe: "Spitzengastronomie macht Spaß und Genuss." Bedarf es beim Aperitif "Red Fog" noch keines Gläser-Tausches, ist schon bei der feinen Vorspeise gegenseitiges Probieren Pflicht. "Vitello Tonnato mit Kapern, Rucola und Parmesan" und alternativ eine getrüffelte Selleriesuppe mit Kresse stehen auf der für zwei Personen ausgelegten Menükarte.

Als Hauptgang dürfen die Gäste ein "Rosa gebratenes Roastbeef mit Kartoffel-Bärlauch-Püree im Brickteig, angerichtet mit Pilzen und Frühlingszwiebeln" oder ein "Zanderfilet unter Basilikumkruste mit Tomatengemüse und Kräutergnocchi" genießen. Selbstverständlich gehört schon aus Neugierde eine Kostprobe vom Teller des Partners oder der Partnerin zum Ritual.

Auf dem Nachspeisenteller kredenzen die Glutschaufel-Kochkünstler dann eine Kokos-Crème-brûlée mit Guavensorbet und Honighippe und als Alternative französischen Rohmilchkäse mit Feigensenf. Eine Froh-Botschaft, die schon jetzt bei den Feinschmeckern für freudige Erregung sorgt. Das Restaurant ist an beiden Tagen des "Teller-Tausches" jeweils ab 17 Uhr geöffnet. Es empfiehlt sich Reservierung.
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