Große Fahrzeugschau beim Gartenfest der Feuerwehr
Retter im Spezialeinsatz

BRK, Feuerwehren und Polizei: Die große Fahrzeugschau der Einsatzkräfte lockte zahlreiche Besucher zum Gartenfest der Eschenbacher Brandschützer am und im Feuerwehrhaus. Unter anderem war es möglich, den Wildfiretruck der Lagerfeuerwehr Grafenwöhr und den Gerätewagen Dekontamination der Kirchenthumbacher Wehr in Augenschein zu nehmen.
 
Schusssichere Weste, Anhaltekelle, "Stop-Stick": Lukas Rauch (rechts), der zusammen mit Marcus Gradl die Polizeiinspektion Eschenbach bei der Fahrzeugschau vertrat, zeigte den Besuchern den Inhalt des Kofferraumes seines Einsatzfahrzeugs. Bilder: rn (2)

Bürgerfestatmosphäre begleitete das Gartenfest der Feuerwehr. Angenehme Temperaturen, Gaumenfreuden, eine Fahrzeugschau sowie das Spiele- und Spaßangebot für Kinder vereinten sich zu einem kleinen gesellschaftlichen Ereignis.

Anziehungskraft hatte bereits der Weißwurstfrühschoppen, den sich auch die Mitglieder der Feuerwehren Mantel, Speinshart und Tremmersdorf nicht entgehen ließen. Zu ihnen gesellten sich später noch die Floriansjünger aus Pressath.

Zweckentfremdet wurden die Parkflächen am Feuerwehrhaus: Dort dominierten am Nachmittag die Farben Rot, Gelb, Grün und Weiß. Bereits beim Betreten des Geländes gab es für die Kinder kein Halten mehr: Es lockten die Hüpfburg der Sparkasse sowie gleich daneben Wasserspiele und die Drehleiter der Feuerwehr.

Ebenfalls unübersehbar waren mehrere Einsatzfahrzeuge in Position gebracht. Die Kirchenthumbacher Brandschützer stellten ihr Spezialfahrzeug für Dekontaminationsaufgaben bei Chemieunfällen vor, mit dem sie vor einem Jahr ausgerüstet wurden. Die technischen Details dazu waren beeindruckend. Zur Beladung gehören unter anderem 2000 Liter Trinkwasser, zwei Aufenthaltszelte, ein Duschzelt, sieben Rollcontainer, eine Duschkabine, zwei Kontaminationsnachweisgeräte, ein Zeltheizgerät und als Zusatzausrüstung ein Messgerät für atomare Strahlung.

15 Tonnen schwer


Optisch mindestens ebenbürtig war der Wildfiretruck der Lagerfeuerwehr "Fire & Rescue" Grafenwöhr. Das 15 Tonnen schwere Fahrzeug verfügt über 340 PS, einen 2500 Liter fassenden Wassertank, einen 200-Liter-Schaumtank, eine Pumpe mit einer Werferleistung von 250 Liter pro Minute und einen 50 Meter langen Schnellangriffsschlauch.

Auf Interesse bei Jung und Alt stieß ebenfalls der BRK-Rettungsdienst. Auch Kinder stellten sich für die Untersuchung mit dem Pulsoxymeter an, mit dem Pulsschlag, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung gemessen wurden.

Mit zwei Fahrzeugen war die Polizei präsent. Als Freund und Helfer stellte sich Marcus Gradl den Mädchen und Buben vor, nahm ihnen die Angst vor Uniformträgern und lud sie zum Fahren im Kleinbus ein. Sein Kollege Lukas Rauch öffnete den Kofferraum eines Streifenfahrzeugs, in dem sich unter anderem schusssichere Weste, Anhaltekelle, Verkehrsabsicherungshilfen und "Stop-Sticks" befanden, die sich - wenn sie überfahren werden - als "Lochstecher" in Reifen "bewährt" haben.

In der bestuhlten Fahrzeughalle fand der Kuchenstand der Feuerwehrfrauen regen Zuspruch. Die Lieferungen aus heimischen Küchen ließen keine Wünsche offen.

Musikalischer Dank


Ab 16.30 Uhr sorgte die Stadtkapelle zudem für schwungvolle Unterhaltung. Als deren Conferencier wandte sich "Magier Marius" regelmäßig an das Publikum. Er kündigte unter anderem ein neues Stück des Ensembles an, das den Titel "Danke, Peter" trägt: ein Dank der Stadtkapelle an Bürgermeister Peter Lehr, der einen eigenen Probenraum für sie angekündigt hat.

Im Verlauf des Festes wurden die drei Verpflegungsstände zunehmend "bedrängt". Vorsitzender Thomas Schreml und Kommandant Udo Drechsler zeigten sich überwältigt vom Zuspruch der Bevölkerung, "die offensichtlich stolz auf ihre Feuerwehr ist".
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