Große Vogelschau des Eschenbacher Kleintierzuchtvereins besticht mit Farbenpracht, Exotik, ...
Tropischer Vogelzauber

Der Kongo-Grau-Papagei auf der Schulter seines Besitzers Martin Schmidt gehörte zu den Hinguckern: Jung und Alt waren vom exotischen Flair der 21. Vogelausstellung des Kleintierzuchtvereins Eschenbach begeistert. Besonders das junge Publikum war angesichts der schillernden Pracht der gefiederten Sänger hin und weg. Bilder: do (2)
 
In leuchtender Schönheit präsentierten zahlreiche Züchter in der Ausstellungshalle Papageien, Sittiche und Kanarien aus aller Welt. Ergänzt wurde die Vogelausstellung von einer kleinen Reptilien- und Schildkrötenschau.

Wie im Dschungel fühlten sich die Besucher. Die große Vogelschau des Kleintierzuchtvereins Eschenbach entführte am Wochenende in Urwaldparadiese. Das Amazonasgebiet, die Andamanen, Sumatra, Borneo und Australien waren so nah.

Tropischer Zauber empfing das Publikum in der geräumigen Ausstellungshalle des Kleintierzuchtvereins. Schon beim Betreten des Züchterheimes fühlten sich die vielen Vogelfreunde in den Regenwald versetzt: Intensives Grün umrankte die Großvolieren.

Lianen, Palmen, Sumpfgewächse, Farne sowie allerlei Moose und Bodendecker gaben den Besuchern das Gefühl, sich in einer anderen Welt zu befinden: in der Vogelwelt eben, in einem Urwald-Mikro-Ambiente, wie das Gezwitscher und Gekrächze der insgesamt 207 gefiederten Freunde unschwer erkennen ließ. Nur die Metallgitter der mannshohen Volieren erinnerten an deren eher unfreiwilligen Aufenthalt.

Hunderte von Besuchern jeden Alters staunten an beiden Ausstellungstagen über die Vielfalt des ausgestellten Vogelvolkes. "Sind die wirklich echt?", gehörte zu den Standardfragen des Nachwuchses. Echt war auch die Begeisterung der Ausstellungsleitung: "Ein starker Besuch", urteilte Holger Kirschsieper der Abteilungsleiter für Ziergeflügel im Verein. Mit ihm freuten sich die Mitorganisatoren Werner Kennel junior, Rupert Lindner und Jugendleiter Harald Schmidt sowie die vielen Aussteller. "Das Staunen über Atmosphäre und Exotik sind einfach umwerfend", kommentierten sie.

Der Kleintierzuchtverein hatte aber auch Prächtiges zu bieten. Beim Blick in die Großvolieren geriet das Publikum angesichts der schillernden Exemplare ins Schwärmen. In vielen Runden ging es immer wieder durch Schilf und über Hackschnitzel vorbei an Schwärmen von Finken, Sittichen und Kanarien.

Als Musik in den Ohren empfanden die Besucher das liebliche Zwitschern und die krächzenden Laute der Papageien. Neugierig beäugten sich die Zweibeiner vor und hinter den trennenden Metallgittern. Hinweisschilder vor den einzelnen Boxen klärten auf. Im Detail beschrieben sie die exotischen Vögel und klärten auf über Rasse, Größe, Alter, Herkunftsländer und Eigenarten. Zum Beispiel erfuhren die Vogelfreunde Genaueres über Reisamadine, Sperling- und Edel-Papageien, Pennantsittiche, Hauben-Kanarien und Korea-Ringfasane. Zu den Hinguckern gehörten zudem die bunt schillernden Gebirgslori und Goffin-Kakadus. Dazu gesellten sich Diamanttauben, Senegaltauben und Europa-Wachteln.

Viele Besucher konnten sich fast nicht sattsehen. Und als die Wasserschildkröten aus dem künstlichen Mangrovengeflecht auftauchten und nebenan die griechischen Gelbwangen-Schildkröten Zuflucht unter einer Wärmelampe suchten, forderte der Nachwuchs Papa und Mama zum Bleiben auf. Außerdem räkelten sich zwei stattliche Pythons im naturnahen Gehege und erst wenige Tage alte Kanarien erschienen wie zarter Flaum in der Hand des Züchters.

Da fiel ein Kongo-Grau-Papagei schon eher auf. Der neugierig dreinschauende Regenwald-Bewohner mit kolumbianischen Wurzeln wich seinem Herrchen keinen Zentimeter von der Schulter. Eine Bewertung durch offizielle Gutachter, wie bei den Lokalschauen, fand nicht statt. Der Kleintierzuchtverein wollte mit der Ausstellung einfach Freude bereiten, merkten Werner Kennel und Holger Kirschsieper an.
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