Grundlage der Selbstverteidigung
"Nicht mit mir"

Fachlehrer Josef Schörner vermittelte den Wirtschaftsschülern die Grundlage der Selbstverteidigung. Die Schüler lernten von dem Schwarzgurtträger, wie richtiges Verhalten Ärger verhindern kann, bevor er überhaupt entsteht.

Hilfe zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung möchte die Wirtschaftsschule ihren Schülern bieten. Ein Kurs mit Jutsu- Schwarzgurt-Träger Josef Schörner sollte ihnen Fähigkeiten vermitteln, sich in gefährlichen Situationen richtig zu verhalten. "Ich will mich wirkungsvoll behaupten und verteidigen können." So begründete ein Siebtklässler, weshalb er an dem Kurs teilnahm.

Wichtige Tipps


Fachübungsleiter Schörner orientierte sich mit Studiendirektor Bernhard Miedl am Projekt "Nicht mit mir". Die beiden vermittelten Verhaltensweisen, die Selbstbewusstsein aufbauen. Sie sollen helfen, Angriffe abzuwehren. Dazu spielten die Gruppen Situationen durch, in denen die Schüler in die Defensive gedrängt wurden. Die Ausbilder gaben jeweils Tipps zum richtigen Verhalten.

Stimme als Waffe


Dach dem theoretischen Besprechen der Gefahrensituationen folgten konkrete Übungen. Schörner zeigte den Kindern, wie sie eine "persönliche Distanzschwelle schaffen, Grenzen ziehen" können. Bei dem Kurs ging es auch darum, leicht erlernbare Verteidigungstechniken anzueignen. Dabei muss es gar nicht zu Körperkontakt kommen. Schon die Stimme kann, richtig eingesetzt, Gewalt verhindern helfen, erklärte der Mitautor des Buches "Nicht mit mir".

Unterschiede machten Schörner und Miedl beim Geschlecht ihrer Schüler. Die Mädchen lernten, möglicherweise gefährliche Situationen zu entschärfen und Körpersprache, Stimme und Atmung angemessen einzusetzen. Das Erfahren der eigenen Stärke führe zur Selbstbehauptung, das Wissen um die Schwachstellen des Angreifers sei die beste Grundlage für die Selbstverteidigung.

Bei den Buben setzte Übungsleiter Schörner andere Prioritäten. Anders als bei Mädchen gehen Schläger bei Jungen "sofort zur Sache". Schörner gab den Jugendlichen Merksätze mit: "Richtige Dinge halb tun ist wertlos, denn meistens ist es die andere Hälfte, die zählt." Zu seinen Ratschlägen gehörte auch: "Dein Körper ist die beste Waffe. Reagiere, sobald du einen Angriff erkennst" und "Der Wille kann Berge versetzen". Die Schüler erkannten, welche Wirkung kräftige Schläge gegen Schulterpartie oder Innenseite der Oberschenkel zeigen können.

Brett durschlagen


Höhepunkt der vier Nachmittage zu jeweils 90 Minuten war das Durchschlagen eines 15 Millimeter starken Brettes mit der Hand. Manchem Zögern und ursprünglicher Skepsis folgten Begeisterung. Schörner signierte die Holzteile.
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