Gymnasium Eschenbach: Schüleraustausch mit Bildungseinrichtung in der slowakischen Hauptstadt ...
Lange Tradition

Das Gymnasium Eschenbach fördert nach Kräften den internationalen Schüleraustausch. Die Partnerschaft mit dem Jura-Hronca-Gymnasium in Bratislava zählt dabei zu den besonderen Kontakten. Unser Bild zeigt die Gäste aus der slowakischen Hauptstadt nach der Ankunft zusammen mit den gastgebenden Schülern und Eltern sowie den betreuenden Eschenbacher Lehrkräften. Bild: do

"Vitajte - Willkommen", hieß es vor dem Eschenbacher Gymnasium: Zehn Schüler des Jura-Hronca-Gymnasiums Bratislava trafen zum einwöchigen Besuch ein. Begleitet von den Lehrkräften Katarína Fischerová und Simona Jonnerová setzen die jungen Leute den bewährten Schüleraustausch zwischen der Slowakei und der Oberpfalz fort.

Zur Begrüßung der Gäste hatten sich Schüler, Lehrer und Schülereltern eingefunden. Für das Gymnasium der Rußweiherstadt unterstrich stellvertretender Schulleiter Peter Schobert die Bedeutung des Schüleraustausches als Zeichen von Völkerverständigung und Freundschaft.

Auch verwies er auf die nun schon fast 50-jährige Tradition der Begegnungen. Organisiert wurde der Gastaufenthalt von den Eschenbacher Lehrkräften Bianca Regner-Hofmann und Martin Weinzierl sowie zehn Schülern. Zum besseren Kennenlernen sind die jungen Leute aus der Slowakei während ihres achttägigen Aufenthalts in der Oberpfalz Gäste in Schülerfamilien.

Informativ ist das Besuchsprogramm. Geplant sind Fahrten in die alten Reichsstädte Nürnberg und Regensburg, Besuche des Deutsch-deutschen Museums in Mödlareuth und der Gedenkstätte Flossenbürg sowie Empfänge bei der Stadt Eschenbach und bei Landrat Andreas Meier im Landratsamt Neustadt/WN.

Selbstverständlich sind in dieser Woche auch ein Demonstrations-Unterricht und Führungen durch die Raiffeisenbank und das Kloster Speinshart vorgesehen.

Erste Kontakte nach dem Prager FrühlingSeinen Anfang nahm der Schüleraustausch zwischen den Gymnasien in Bratislava und Eschenbach schon zu Zeiten des "Kalten Krieges". 1969 galt es als Sensation, als Oberpfälzer Oberstufen-Schüler nach dem Prager Frühling den Eisernen Vorhang überwanden.

Die Idee der Völkerfreundschaft war die Triebfeder, die von Schülern auf beiden Seiten initiierte Partnerschaft mit Leben zu erfüllen. Auch wenn die Begegnungen seitens der Tschechoslowakei von offizieller Seite rasch abgewürgt wurden - die Saat der Freundschaft war gelegt.

Nach Öffnung der Grenzen im Jahr 1990 fuhren die ehemaligen Gymnasiasten, inzwischen längst in beruflicher Verantwortung stehend, nach Bratislava, um abermals Kontakte zu knüpfen - erfolgreich. Diese Weichenstellung war die Grundlage für den noch heute regelmäßig stattfindenden Schüleraustausch. Eng verbunden bleibt diese Entwicklung mit dem Namen von Anton Schwemmer. (do)
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