Heilpflanzen und deren Anwendung, Notfallmappe und Seniorengemeinschaft
Salbei, Schafgarbe, Schlangengift

Willi Trummer (Mitte), der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, bedankte sich bei den Referenten Elisabeth Gottsche und Stefan G. Weidinger mit "Gesundheitskörbchen". Bild: rn

Heilpflanzen und deren Anwendung, Notfallmappe, Patientenverfügung und die Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand": Das war das Zusatzangebot in der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins.

Apotheker Stefan G. Weidinger maß der Pflanzenheilkunde in seinem Vortrag hohen Stellenwert bei. Er begründete dies geschichtlich und wies darauf hin, dass die Liste der Heilpflanzen im Laufe der Jahrhunderte ständig erweitert worden sei. Obwohl die Chemie die wirksamen Substanzen erkannt und isoliert habe und sie zum Teil synthetisch herstelle, sei die Pflanzenheilkunde auch heute sehr verbreitet. Ihre Beliebtheit nehme sogar zu.

Als klassische Beispiele für die Hilfe aus der Natur nannte Weidinger die Fieber und Schmerz mindernde Weidenrinde, die Vorläuferin des Aspirin, und Schlangengift, das den Blutdruck senkt. Dem robusten Salbei sprach er eine desinfizierende und der Pfefferminze eine krampflösende Wirkung zu. Den Tee der Melisse empfahl er bei Kopf- und Zahnschmerzen sowie bei Schlaflosigkeit.

"Die Schafgarbe wurde gegen eine ganze Reihe von Leiden und Beschwerden angewandt", sagte der Referent und empfahl sie besonders bei Magenbeschwerden. Die Kamille wirke ebenfalls schmerzstillend und verdauungsfördernd. Letzte Station seiner Pflanzenreise war der Holunder, den bereits die Steinzeitmenschen kannten, und der im Glauben und Volksbrauchtum eine große Rolle spielte.

Mit der 47-seitigen Notfallmappe des Landkreises befasste sich Elisabeth Gottsche. Sie widmete sich insbesondere dem letzten Teil, der Angaben zu und Ratschläge für Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung enthält. "Ohne diese beiden Verfügungen entscheiden im Ernstfall andere über dich, keine Angehörigen", machte sie deutlich. Mit Partner und Kindern sollte über die getroffenen Entscheidungen gesprochen werden. Für die Zuhörer lagen Notfallmappen zur Mitnahme bereit.

Danach stellte Gottsche die Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand" im Kooperationsraum Vierstädtedreieck vor, der sich zehn Gemeinden angeschlossen haben und deren Koordinatorin sie ist. "500 Mitglieder nach drei Jahren", nannte sie dabei als Ziel. "Die Mitglieder sorgen füreinander mit Arbeiten, die sie selbst verrichten können, und erhalten im Gegenzug entsprechende Hilfe anderer Mitglieder der Gemeinschaft", erläuterte sie.

Abschließend informierte die Referentin über die Jahresbeiträge und verwies auf ihre Bürozeiten: montags von 15 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 11 Uhr im ehemaligen Landratsamt.
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