„Hennadregg“ sorgt für Jubel
60 Jahre Kleintierzucht

Die kleinen Besucher durften Kaninchen streicheln.

Klein, aber fein feierte der Eschenbacher Kleintierzuchtverein am Sonntag 60-jähriges Bestehen. Kein riesiger Festakt, keine großen Reden. Von Anfang an war das Jubiläum eher auf ein Familienfest ausgelegt.

Strahlend blau wölbte sich der Himmel über die fröhliche Gästeschar vor dem Züchterheim am Birschlingweg. Schon zum Weißwurst-Frühschoppen kamen so viele Besucher, dass es bald hieß: Weißwürste ausverkauft. Mit Bier stießen die Gäste auf einen der größten Vereine der Stadt an. Zum Zuprosten gehörte selbstverständlich der Wunsch auf ein weiteres langes Leben des Vereins, seiner Mitglieder und deren Begeisterung für die Kleintierzucht.

Hüpfburg und Streichelzoo


Diesem Wunsch schloss sich zweiter Bürgermeister Karl Lorenz an. Er verband seine Glückwünsche mit dem obligatorischen "weißen Briefumschlag". Vorsitzender Werner Kennel hatte besonders am Nachmittag mit seinen Mannen und einer tüchtigen Frauenriege allen Grund zur Freude. Der Strom der Besucher riss nicht ab.

Die Kaffeezeit erwies sich als der große Renner. Während Mama und Papa die Torten- und Kuchen der Züchterfrauen genossen, vergnügte sich der Nachwuchs in der Hüpfburg und im Streichelzoo.

Der Kleintierzuchtverein wollte schließlich auch an diesem Tag seiner Aufgabe gerecht werden, die zwei- und vierbeinigen Kreaturen vorzustellen und auf deren Schutz und Pflege hinzuweisen. So wurden die vielen Kleintierrassen vom fast lautlos knabbernden "Weißen Riesen" bis zu gurrenden Schautauben, von der stillen Schildkröte bis zum gackernden Federvieh und weiteren tierischen Schönheiten zur Attraktion.

Bingo mit einem Huhn


Dicht umlagert war auch ein besonderes Spektakel. Bei einem Spiel belohnte die Jugendabteilung des Vereins die Platzierung der "Häufchen" ihres Federviehs in vorgezeichneten Feldern mit kleinen Preisen. "Hennadregg-Bingo" hieß das Glücksspiel im mit 36 Schafkopfkarten ausgelegten Areal. Der Sieg lockte durch das Ziehen einer Spielkarte und der Hinterlassenschaft des Federviehs im richtigen Feld.

Viele staunende Besucher erfuhren so, wie oft hintereinander ein Huhn sein "Geschäft" verrichten kann. Die Gewinnchancen stiegen deshalb gewaltig. Selbst Körnerfutter diente als Lockmittel, das Federvieh in den Bereich der "richtigen" Spielkarte zu dirigieren. Rasch sprach sich das ungewöhnliche Glückspiel bei den Gästen rum und sorgte für Spaß und Gesprächsstoff.

Ein schöner Tag für Gäste und Verein, bilanzierte zu später Stunde der freudestrahlende Vorsitzender Werner Kennel, während "Kapellmeister" Klaus Lingl mit einer letzten musikalischen Runde beschwingt wie schon während des gesamten Feiertages von so einem schönen Tag, so schön wie heute, schwärmte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.