Imkerverein: Vorsitzender lobt gute arbeit innerhalb des Vorstands
Erstes Jahr nach der Ära Krapf

Gute, beharrliche Nachwuchsarbeit lohnt sich und trägt Früchte. Das zeigte die Jahreshauptversammlung der Bienenzüchter. 10 Jungimker zählen zu den fast 120 Mitgliedern. Im voll besetzten Kleintierzüchterheim begrüßte Vorsitzender Anton Schönberger sie besonders.

Nach dem ehrenden Gedenken an die in diesem Jahr verstorbenen Imker gab Schönberger seinen Rechenschaftsbericht. Das erste Jahr nach der großartigen Ära von Hans Krapf sei teilweise nicht leicht zu bewältigen gewesen, erklärte der Vorsitzende. Aufgrund der guten Mitarbeit innerhalb des Vorstands sei aber viel erledigt worden.

Sechs Sitzungen des Vorstands, die Ambrosiusfeier, der Weihnachtsmarkt im Taubnschusterhaus, das Imkerfest, die Kegel-Stadtmeisterschaft sowie Fahrten zum Imkertag Veitshöchheim und zum Bayerischen Imkertag in Erbendorf listete Schönberger auf. Auch an den Vorträgen von Guido Eich, zu denen der Kreisverband eingeladen hatte, nahmen die Eschenbacher Imker teil. Beschlossen wurde, bei Beerdigungen von Mitgliedern künftig keine Trauerrede mehr zu halten. Stattdessen soll der Verstorbene mit einer Blumenschale geehrt werden.

53 Imker liefern an


Der Ankauf und die Weiterleitung von Honig an den Großhändler, ein arbeitsintensives Unterfangen, wurde mit Hilfe von Karl Wittmann gelöst. 53 Imker, davon 28 aus Nachbarvereinen, lieferten den Honig in Eschenbach ab. Mit der Betreuung der Bienenvölker im Lehrbienenstand betraut, hatte Heinz Jantschik viel Arbeit. Beim Verkauf von Imkerartikeln in kleinen Mengen unterstützten ihn Josef Stopfer und Peter Neukam.

Dank sagte der Vorsitzende den Imkerfrauen, die mit Torten und Kuchen ihren Beitrag zum Gelingen des Imkerfests geleistet und auch beim Verkauf geholfen haben. Bei Manfred Bauriedl und Josef Bauer bedankte er sich für das Kerzen- und Figurenbasteln mit Kindern, bei Erhard Altmann für den Schaukasten am Lehrbienenstand und bei Reinhold Gietl für seine Köstlichkeiten für das Helferfest. Schönberger dankte nicht zuletzt dem Ehrenvorsitzenden Hans Krapf für seine Hilfe.

Hohe Abgaben


"Ohne die Einnahmen aus unserem Imkerfest wäre der Verein mittellos", machte Kassier Hermann Regler in seinem Rechenschaftsbericht deutlich: Die Abgaben an den Landesverband würden fast alle Mitgliederbeiträge "auffressen". Als Lichtblick bezeichnete Vorsitzender Anton Schönberger die Wahl von zwei Frauen in den Vorstand (wir berichteten). Großen Beifall gab es für die neue stellvertretende Vorsitzende Ingrid Vetter aus Tremmersdorf und für Veronika Baur-Schmelcher, die als neue Bienenwartin ebenfalls der Führungsriege angehört.

Abschließend teilte Ehrenvorsitzender Hans Krapf mit, dass am 11. und 12. März 2017 in Slowenien der europaweit größte Markt für Imkerbedarf und auch in Deutschland zugelassene Varroa-Bekämpfungsmittel stattfindet. Der Imkerverein will dazu einen Bus einsetzen.

Blumensamen auf städtischen Rasen"Traditionspflege gehört zur Arbeit der Bienenzüchter", erklärte Bürger meister Peter Lehr in seinem Grußwort - und das Imkerfest sei Teil dieser Tradition. Es freue ihn, dass junge Imker einen Aufwärtstrend für den Verein bedeuten.

Auch die Stadt wolle einen kleinen Beitrag zum Wohle der Bienen leisten, kündigte der Bürgermeister dann an: Künftig werde, um den Insekten bei der Futtersuche zu helfen, Blumensamen auf die Rasenflächen der Stadt gestreut.

Mit Blick auf die deutsche Imkerei sagte er, dass 20 000 Tonnen Honig eine Zahl seien, auf die die Bienenzüchter stolz sein könnten. Lehr überreichte einen Scheck als vorgezogenes "Christkindl". (gpa)
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