Jahreshauptversammlung des Kirwa-Vereins
Mehr als nur Kirwa

Die Aktivitäten des Kirwa-Vereins bleiben nicht auf die Tage der Eschenbacher Kirchweih im September beschränkt. Den Beweis traten die Moidla und Boum bei der Jahreshauptversammlung im Altstadtcafe an.

Vorsitzender Sebastian Wohlrab erklärte, dass bei der Gründung des Vereins vor zwei Jahren "niemand diesen Erfolg erwartet hat". Damals sei nur die Frage im Raum gestanden: "Was machen wir zwischen Aschermittwoch und Fasching?" Das Ergebnis seien zwei erfolgreiche Kirchweihen der 50 Mitglieder zählenden Gemeinschaft.

In seinem Jahresbericht widmete sich Wohlrab vorrangig dem sechstägigen Geschehen zur Kirchweih. Den Auftakt bildete das Suchen und Herrichten des Kirwabaumes. "Den Mädels oblag die Vorbereitung des Schmuckes." Zum Mittwoch gehörten Zeltaufbau, Ausgraben der Kirwa und Vorfeier. Am Donnerstag folgte das Aufstellen des Kirwabaumes neben der Mariensäule unter Teilnahme der "Schousters Banausen" und der Schwarzenbacher "Schenkelzinterer". Am Freitag unternahm der Verein eine Wallfahrt zum Kirwa-Zoigl beim Taubnschuster.

Der Sonntag begann mit einem Kirchenzug ab dem Rathaus. Angeführt wurde er von der Stadtkapelle, die auch den Festgottesdienst gestaltete. Auf dem Festgelände folgte ein Weißwurstfrühschoppen. Kaffee und Kuchen gehörten ebenso zum weiteren Tagesablauf wie die Unterhaltung durch die Vorbacher Dorfmusi. Zum Eingraben der Kirwa am Montag mit Trauermusik und Kerzen spielte das Eschenbach-Duo. Die Aktivitäten des Vereins gingen aber über diese Woche hinaus. Wohlrab sprach von einer acht Kilometer langen "Superwanderung" über Stock und Stein. Neben der Teilnahme am Bürgerfest und am Kreistreffen der Kirwavereine in Herignohe mit 5 000 Besuchern pflegte der Verein eine weitere gesellige Tradition: "Mit dem Stärkantrinken am Dreikönigstag in Speinshart beendeten wir das Vereinsjahr."

Nach dem erfolgreichen Kassenbericht Maria Meiers bestätigte die Versammlung für weitere zwei Jahre die Vorstandschaft mit Sebastian Wohlrab (Vorsitzender), Andreas Theobald (Vertreter), Maria Meier (Kassiererin) und Kathrin Fibich (Schriftführerin). Die Kasse prüfen Sebastian Burkhard und Matthias Mägerl. Als Beisitzer unterstützen Korbinian Dunzer, Tanja Ficker, Steffen Hennemann, Peter und Thomas Nasser. Für die Kirchweih ab 22. September kündigte Wohlrab "neue Wege" an. Dazu gehört die Verlagerung des Kirwa-Geschehens von der Mariensäule ins alte Feuerwehrhaus. Als einheitliche Kleidung für die Männer regte er Lederhose, weißes Hemd und Trachtenweste an. Theobald gab eine Vorschau auf das weitere Vereinsgeschehen. Dazu gehören ein Familienausflug mit geführter Bierwanderung, Erste-Hilfe-Kurs, Ritteressen in Lehen, Erstellen eines Kirwa-Archivs und die Bildung von Arbeitsgruppen.

Dritter Bürgermeister Klaus Lehl erklärte, der Verein habe das Leben in der Kommune bereichert. Er kündigte weitere Unterstützung durch die Stadt an und übergab eine Spende. Ein "Kirwakuvert" übergab zudem Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies.
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