Karlheinz Keck bekommt Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
"Vordenker und Visionär"

Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland schmückt die Brust von Karlheinz Keck (links). Landrat Andreas Meier heftete dem Vorsitzenden des Heimatvereins im Landratsamt die hohe Auszeichnung ans Jackett. Bild: rn

"In Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen Verdienste" hat Landrat Andreas Meier im Auftrag von Bundespräsident Joachim Gauck Karlheinz Keck die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die hohe Auszeichnung gehe nur an Personen, "die sie sich über eine lange Zeit ver- und erdient haben", machte Meier deutlich.

Zudem müssten sie "sich für das Gemeinwohl engagiert und Entbehrungen auf sich genommen haben", erläuterte der Landrat bei der Zeremonie in seinem Dienstzimmer im Landratsamt Neustadt/WN. In der Ehrung sah er nur ein kleines Dankeschön und ein äußeres Zeichen der Würdigung der Verdienste. Den langjährigen Vorsitzenden des Heimatvereins rief er auf, die Medaille mit Stolz zu tragen.

Diese allgemeinen Anmerkungen waren nur ein Vorgeschmack auf die offizielle Laudatio. Durch das Wirken Kecks sei seit 1982 nicht nur die Mitgliederzahl des Heimatvereins auf circa 450 angewachsen, erklärte Meier. "Als Vordenker und Visionär entwickeln Sie immer wieder neue Pläne, die der Verein unter Ihrer - inzwischen 33-jährigen - Führung realisiert." Als Beispiele nannte er Heimatabende, Vorträge unter dem Dach der VHS, heimatgeschichtliche und kulturelle Veranstaltungen.

Besonders hervor hob er die 1994 in die Tat umgesetzte Idee, "das letzte Ackerbürgerhaus in Eschenbach, das Taubnschusterhaus, für den Verein anzumieten und zum Kulturzentrum auszubauen". Die Aktivitäten dort - Lesungen, Konzerte, Jazz- und Lyrikabende, Ausstellungen, Faschings- und Zoiglabende, Weihnachtsmärkte, Theater - machten das Anwesen zu einem Besuchermagneten und bereicherten außerordentlich das kulturelle Leben in der Stadt.

Der Landrat dankte Keck auch für die Konzeptionen der kulturgeschichtlichen und Kunstausstellungen. In dem auf Initiative des Vorsitzenden hin entstandenen Archiv des Heimatvereins sah er "eine unerschöpfliche Fundgrube für die Heimatforscher". Zu den weiteren Verdiensten Kecks zählte Meier neben der "Geburtshilfe" für die Sektion Speinshart dessen Tätigkeit als Schriftleiter und Autor für die Publikationen des Heimatvereins.

"Durch Ihren jahrzehntelangen, unermüdlichen Einsatz haben Sie das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Stadt Eschenbach maßgeblich positiv beeinflusst und Maßstäbe in Sachen Heimatpflege gesetzt. In unzähligen Stunden, ohne Rücksicht auf Freizeit und eigene Bedürfnisse, haben Sie sich zum Wohle der Allgemeinheit eingebracht und außerordentliche Verdienste erworben", fasste der Landrat zusammen. Und da dies "ohne eine starke Frau im Hintergrund" nicht möglich gewesen wäre, überreichte er Kecks Ehefrau Juliane Blumen.

Der Geehrte - ihm war mit den Vorstandsmitgliedern Albert Furtner, Bernd Thurn und Willi Trummer "eine kleine Gruppe gleichgesinnter Mitstreiter" ins Landratsamt gefolgt - hatte für Meier "kleine Eindrücke von der Arbeit des Heimatvereins" mitgebracht: die Ausgabe 2014/2015 der "Heimat Eschenbach" und das Buch "Plempl, Bist und Bockl".

Keck erklärte, die Medaille als "Auszeichnung für den gesamten Heimatverein" zu betrachten. Und er dankte seiner Frau Juliane, ohne die alles nicht machbar gewesen wäre. Namens der Stadt Eschenbach gratulierte Bürgermeister Peter Lehr. Mit dem Eintrag ins Goldene Buch des Landkreises endete der offizielle Teil.
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