"Kein Ohr für Anträge der CSU/ÜCW-Fraktion: Marcus Gradl kritisiert Bürgermeister Peter Lehr
Zusammenhalten statt Spalten

Kritik am zögerlichen Verhalten der "Stadtregierung" äußert CSU/ÜCW-Fraktionssprecher Marcus Gradl. "Der Bürgermeister möchte immer nur abwarten, statt zu handeln", bemängelt der CSU-Stadtrat. Und: "Der Bürgermeister hat kein Ohr für Anträge der Fraktion", bedauert er.

Als Bremser habe sich Peter Lehr zum Beispiel bei Anträgen der CSU/ÜCW-Fraktion zum Aufbau einer offenen Ganztagsschule erwiesen, sagte Gradl in der CSU-Jahreshauptversammlung (wir berichteten) in seinem Bericht über die Stadtratsarbeit der CSU/ÜCW-Fraktion. Deren Initiative sei bereits wieder ein Jahr alt. Deshalb sei im Oktober 2015 ein Antrag auf Hortbetreuung nachgeschoben worden.

"Insgesamt warten elf Anträge auf Behandlung", rechnete Gradl vor. Dazu gehörten auch Vorschläge zur weiteren Stadtentwicklung. Die Frage einer lebenswerten Gemeinde - familien-, alters- und jugendgerecht - sei existenziell für Eschenbach, urteilte der CSU-Sprecher. Aus diesem Grund habe die Fraktion auch eine Initiative zur flexiblen Seniorenbetreuung gestartet, denn die Anzahl der Pflegebedürftigen nehme stetig zu. Dazu liege ebenfalls ein Antrag im Rathaus.

Gradl vermisst ferner ein stimmiges Nutzungskonzept für das Vermessungsamt. "Zunächst blockieren, dann nicht reagieren und dann doch das Vorkaufsrecht geltend machen" zeuge von wenig durchdachtem Handeln, kritisierte er. Weiteren Handlungsbedarf sah der Fraktionssprecher bei der Einrichtung eines Waldkindergartens. Denn: "Es gibt derzeit im Kindergarten eine erhebliche Raumnot." Ein Waldkindergarten sei wenigstens vorübergehend ein probates Mittel, die Platznot in der Tagesstätte zu verringern. Gradl forderte deshalb einen ganzheitlichen Ansatz zur Kinderbetreuung.

Der CSUler ging ferner auf Anträge zur ergänzenden Ausstattung des Rußweiher-Freibades mit Spielgeräten ein. Im Fokus der Fraktionsvorschläge stehe auch das Bemühen um die Ansiedlung eines Autohofes im Industriegebiet. Zugleich sei es notwendig, mit der Erschließung weiterer Gewerbeflächen um ansiedlungswillige Unternehmen zu werben.

Eine Initiative fordert Gradl nicht zuletzt für die künftige Verwendung des alten Landratsamtes. Zusammenfassend empfahl der CSU/ÜCW-Fraktionssprecher der Rathausspitze, den Pfad der Zusammenarbeit zu beschreiten. Zusammenhalten statt Spalten sei der bessere Weg für Eschenbach.
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