Kinder vergnügen sich auf Weidehof und lernen dabei unbemerkt
Wollschweine und Kaninchen

Viel zu sehen gab es auf dem Weidehof von Norbert und Karina Grellner (rechts hinten) in Prüllsbirkig in der Fränkischen Schweiz. Zusammen mit ihren Betreuerinnen vom Verein Hängematte erkundeten die Grundschüler der offenen Ganztagesschule Oberbibrach den Hof und erlebten hautnah das Leben der Kühe, Schweine, Hühner und Ziegen. Zur Stärkung gab es unter anderem Honig und Eis aus hofeigener Erzeugung. Bild: edo

Ein tierisches Vergnügen erlebten die 42 Grundschüler beim Jahresabschlussausflug der offenen Ganztagesschule. Bei der Betriebserkundung eines Weidehofs begegneten die Kinder den Nutztieren des Bauernhofs.

Oberbibrach. Begleitet von den Erzieherinnen, Betreuerinnen und Lehrkräften des Vereins Hängematte ging es mit dem Bus in die Fränkische Schweiz. Ziel war ein Weidehof in Prüllsbirkig. Dort wurden die Schüler von den Besitzern Karina und Norbert Grellner begrüßt.

Besonders die Herzen der Jungs schlugen dann schneller, als der Landwirt seine Traktoren zur praktischen Erkundung bereitstellte. "Bisher kannte ich das nur vom Computerspielen", sagte einer der Kleinen, während er freudestrahlend auf dem Bulldog-Sitz thronte. Unter den Oberbibracher Grundschülern konnten aber auch einige den großen Schleppern mühelos Marke, Typ und Baujahr zuordnen. Im Anschluss stand Getreidekunde auf dem Programm. Die Kinder testeten Hafer, Gerste und Weizen mit Augen, Händen und auch mit dem Mund.

Danach besuchten die Schüler zwei zahme Ziegen, ein Karotten knabberndes Kaninchen und die Schweine. Neben den bekannten Hausschweinen züchten die Grellners auch Magnalitza-Wollschweine. Auf einer meterhohen Schicht aus Heu und Stroh können die intelligenten und neugierigen Tiere ihren Wühltrieb frei ausleben. Den Kindern fiel sofort auf: "Hier stinkt es ja gar nicht wie im Schweinestall." Die offene Bauweise garantiert rund um die Uhr eine gute Belüftung. Gegenüber der grunzenden Borstentiere haben gut zwanzig Rinder ihren Schlafplatz. Zurzeit sei der Stall verlassen, denn die braunen und schwarzen Kühe, Stiere und Kälber bevorzugten das grüne Gras auf der unweit gelegenen Weide. "Den Stall nehmen sie eigentlich nur von Januar bis März in Anspruch" erklärt der 32-jährige Landwirt.

Zum Abschluss gab es für die kleinen Besucher noch Eis aus selbst angebauten Erdbeeren sowie Honig aus der eigenen Imkerei. "Das hat echt Spaß gemacht", war der einhellige Tenor der Kinder auf der Heimfahrt. Den Gesprächsthemen im Bus war zu entnehmen, dass sie auch einiges gelernt hatten - ganz ohne es zu merken.
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