Kolpingfamilie unterwegs
Maiandacht in Wald und Auen

Hans Wöhrl am Bildstock seiner Familie. Bild: rn

An ein Zitat aus dem "Freischütz" mögen sich die Radler erinnert haben, die am Sonntag zur Maiandacht der Kolpingfamilie aufbrachen. Die Strecke zum Marterl der Familie Wöhrl am Waldlehrpfad führte "Durch die Wälder, durch die Auen".

Die Gläubigen eröffneten die Andacht mit "Gruß dir, du Heilige" nach der Melodie "Wunderschön Prächtige". Pfarrer Thomas Jeschner nahm den Muttertag zum Anlass, Maria als Vorbild für die eigene Mutter zu sehen. Als Lesung hatte der Geistliche das Geschehen im Tempel von Jerusalem ausgewählt, in dem Maria und Josef ihren Sohn nach langem Suchen finden. Ein Bläserquintett spielte "Salve Regina", "Segne du Maria" und "Lobet den Herren". Jeschner trug ein "Gebet einer christlichen Mutter" vor: "Gib mir Weisheit, um mein Kind zu leiten."

Kolping-Vorsitzender Reinhold Graßler dankte der Familie Wöhrl für den Schmuck am Marterl, den Bläsern und den vielen Teilnehmern. Hans Wöhrl gratulierte Pfarrer Jeschner zum Geburtstag und erläuterte die Geschichte des Marterls, die vor vielen Jahrzehnten mit dem Versinken eines landwirtschaftlichen Erntewagens begann. "Der Waldweg war nicht befestigt und schwer befahrbar." Der alte Eschenbacher habe der Mutter Gottes versprochen: "Wann i wieder raus kumm, stift i an Bildbam." Dieser sei inzwischen verfault. Als er den Bau des Forstwegs veranlasste, habe er sich daran erinnert und im Jahr 1979 den Bildstock mit dem Gnadenbild der Maria-Hilf-Bergkirche gestiftet.

Wöhrl berichtete, dass der Bildstock aus dem Stamm einer Esche entstand, die vor dem Speinsharter Kloster stand, wegen der Straßenerweiterung aber weichen musste. Die Gestaltung habe er mit dem "Drachsler Franz" vorgenommen. Er bedauere, dass das Gnadenbild in der Sonne verblasst sei und wiederholt ausgewechselt werden musste.
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