Kommissarin Stefanie Carrera klärt Schüler über Cyber-Mobbing und „Happy-Slapping“ auf
Einmal im Netz, immer im Netz

Mit dem Smartphone im Internet unterwegs sein macht Spaß. Dabei ist Vorsicht geboten, um nicht Opfer zu werden. Wie man sich davor schützen kann, zeigte Kriminalhauptkommissarin Stefanie Carrera den 7. Klassen der Wirtschaftsschule in dem Unterrichtsangebot "Schüler im Netz".

Die Kommissarin wollte den Jugendlichen einen risikofreien Umgang mit den Medien vermitteln und ihnen dadurch "Fallenerlebnisse" ersparen. Sie sollten erkennen, was im Internet erlaubt ist, und was nicht. Zu verbotenem Verhalten gehört Cyber-Mobbing, bei dem jemand im Internet systematisch fertiggemacht wird.

Harte Konsequenzen


Doch was droht einem Cyber-Mobber? "Das Handy wird beschlagnahmt, es folgt eine Strafanzeige, die Wohnung wird durchsucht, der Computer ausgewertet und der Fall beim Jugendamt gemeldet." Außerdem können Erziehungsmaßnahmen und Arrest drohen. Wer im Internet gemobbt wird, sollte daran denken: "Wer schweigt, bleibt Opfer" und sich an den Jugendbeamten der Polizei wenden. "Jeder sollte wissen, was auf dem Handy verboten ist", mahnte Carrera. Dazu zählt vor allem Gewalt, Pornografie, Extremismus und rechtsextreme Symbole.

Sie rief außerdem dazu auf, sich zu überlegen, was man im Internet über sich preisgeben will. Denn das Netz vergisst nichts: Was einmal dort steht, ist nicht mehr zu löschen. So erläuterte die Polizistin, dass oft persönliche Daten verkauft werden, um daraus neue Profile zu erstellen. Deshalb: "Beschränkt eure Privatsphäre nur auf eure Freunde", appellierte sie.

Auch "Happy-Slapping" ist ein gefährlicher Internet-Trend, bei dem Prügelszenen als "coole Videoclips" verbreitet werden. Solche Fälle wandern ebenfalls zu Polizei und Staatsanwalt. Was viele nicht wissen: Whats-App und Selfies bergen ebenfalls Risiken. Ihre Unterrichtsstunde würzte Carrera mit Videos, um Gefahren des Internets zu veranschaulichen. Oberstudienrat Ralf Wittmann warnte die Schüler außerdem vor illegalen Down-Load-Fallen, die zu finanziellen Folgen führen. Er mahnte, die Medien "mit offenen Augen und eingeschaltetem Gehirn zu nutzen".
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