Kommunalpolitiker besuchen Feuerwehr Eschenbach
Luftiges JU-Abenteuer

Aus dem Staunen kamen die JU-Führung des Landkreises und JU-Vertretungen aus den Ortsverbänden des westlichen Landkreises bei einer Führung durch das Eschenbacher Feuerwehrhaus nicht heraus. Bild: do

Hoch, höher, am höchsten - von weit oben, nämlich von der 32-Meter-Drehleiter der Feuerwehr Eschenbach, betrachtete die Junge-Union-Führungsmannschaft des Landkreises einen Teil des "Einsatzgebietes".

Viel zum Staunen gab es für die Jugend der CSU bei der Feuerwehr in Eschenbach. Dem Thema folgend "Die JU will hoch hinaus - Daten und Fakten für die 32-Meter-Feuerwehr-Drehleiter" informierte sich der CSU-Nachwuchs des westlichen Landkreisteiles mit Kreisvorsitzendem Stephan Oetzinger (Mantel) und seiner Stellvertreterin Susanne Reithmayer (Pressath) sowie JU-Ortsvorsitzendem Peter Nasser über die Einsatzmöglichkeiten der Eschenbacher Drehleiter.

Die JUler nutzten deshalb auch die Möglichkeit, Eschenbach "von oben" kennenzulernen. Ein Blick vom ausgefahrenen Korb der Drehleiter auf das Landschaftsbild wurde zum kleinen Abenteuer. In luftiger Höhe, etwas geschüttelt von einigen Windstößen und deshalb auf vermeintlich leicht schwankendem Gerät eröffneten sich dem JU-Team neue Perspektiven. Informationen zur Beschaffung und den technischen Möglichkeiten des 425 000 Euro teuren Fahrzeuges gab Kommandanten-Stellvertreter Christian Götz. Der Feuerwehr-Vertreter verwies unter anderem auf das Alleinstellungsmerkmal am Standort Eschenbach im Bereich des Vierstädtedreiecks im Zusammenhang mit den zu schützenden Gebäuden.

Bei einem Rundgang durch das neue Feuerwehrhaus wusste Gruppenführer Daniel Danzer viel zu berichten. Der 27-jährige Experte erläuterte beginnend von den Aufgaben der 50 Aktiven bis zu den Servicemöglichkeiten inklusive Waschhalle, Wäscherei und Brandschutzkleidung die große Vielfalt der örtlichen Brandschutzausstattung. Maschinist Fabian Gradl erklärte den staunenden Gästen die praktischen Möglichkeiten der Schlauchwaschanlage einschließlich Druckprüfung. "Die Zeiten der Schlauchtürme sind vorbei", bemerkte Gradl und verwies auf die große Zeitersparnis bei der Schlauchreinigung durch moderne Anlagen.

Die Besichtigung führte ferner in die Kommando-Zentrale, in die top ausgestatteten Räume der Jugend-Feuerwehr, den großzügigen Mannschafts-Schulungsraum und schließlich in das Floriansstüberl. Dort gab Korbinian Dunzer weitere Informationen zum Feuerwehr-Betrieb im westlichen Landkreis. Dem JU-Kreisvorsitzenden Stephan Oetzinger und der gesamten JU-Mannschaft legte der stellvertretende Vorsitzende der Eschenbacher Wehr nahe, für die wenigen Drehleitern im Landkreisgebiet auch den Kreis in die Verantwortung zu nehmen. "75 Prozent der Einsätze sind außerhalb der Stadt und folglich in anderen Landkreis-Gemeinden", erklärte Dunzer. Er bezog sich auf Beispiele in anderen Landkreisen, als er ein Überdenken der Zuständigkeiten und Zuschusshöhen forderte.

So koste zum Beispiel der Stadt Eschenbach eine umfassende TÜV-Inspektion im Zehn-Jahres-Rhythmus 55 000 Euro. Aus der Sicht des ÜCW/CSU-Stadtrates und Wehrexperten wünschte sich Dunzer vom CSU-Fraktionssprecher des Kreistages eine Initiative für neue Zuschussregelungen zugunsten der wenigen betroffenen Ortsfeuerwehren und Gemeinden.

Zudem regte Korbinian Dunzer an, auf Landkreisebene einen "Gerätewagen-Atemschutz" anzuschaffen. Gerade bei Großbränden wie in Münchsreuth sei die Zweckmäßigkeit eines solchen Fahrzeuges aufgefallen. Ein Nachfüllen der Atemschutzflaschen am Einsatzort erweitere den Atemschutzträgern die Einsatzmöglichkeiten erheblich, urteilte Dunzer. Als Standort schlug der Stadtrat eine im Landkreis zentral gelegene Ortsfeuerwehr vor. CSU-Fraktionssprecher und JU-Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger nannte die Vorschläge nach Rücksprache mit der Landkreis-Feuerwehrführung als sinnvolle Anschaffung. Derzeit sei allerdings der Kauf eines entsprechenden Gerätewagens nicht geplant.
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