Kriminalstatistik PI Eschenbach
Mehr Diebstähle und Einbrüche

Reiner Striegl.

Der Messerangriff von Pressath am Pfingstsamstag sticht natürlich heraus, aus der Kriminalitätsstatistik der Polizeiinspektion Eschenbach. Dazu kommt eine Serie von Wohnungseinbrüchen gegen Jahresende. Dennoch warnt Inspektionsleiter Reiner Striegl, voreilige Schlüsse zu ziehen. Natürlich nehme die Eschenbacher Polizei jede Straftat ernst, insgesamt sei die Sicherheitslage im Bereich der PI Eschenbach sehr gut.

Daran ändere auch der leichte Anstieg der Zahl der Straftaten nichts. Nach 662 Fällen im Jahr 2014 zählt die Statistik für 2015 nun 721 Fälle. Mehr als die Hälfte dieses Anstiegs entfällt auf die sogenannte Straßenkriminalität: Nach 94 Fällen im Jahr 2014 weist die Statistik nun 127 Fälle auf. Besonders deutlich stieg die Zahl die Diebstähle aus Autos von 15 auf 41. Vergleichsweise unspektakulär erscheint in der offiziellen Statistik dagegen die Entwicklung bei den Wohnungseinbrüchen: Nach einem Fall 2014 tauchen 2015 sieben Fälle auf. "Dies hat mit der Zählweise zu tun", erklärt Striegl. Gezählt wird eine Straftat dann, wenn die Polizei die Ermittlung abschließt. Weil sich die Einbrüche vor allem zum Jahresende häuften und die Ermittlungen über den Jahreswechsel weiterliefen, tauchen Fälle aus dem Jahr 2015 noch nicht in der Statistik auf, sondern werden erst für 2016 ausgewiesen. "Wenn wir die im Jahr 2015 aufgenommenen Fälle ausweisen, kommen wir auf 21 Wohnungseinbrüche." Insgesamt zählt die offizielle Statistik für 2015 185 Diebstahlsdelikte nach 158 im Jahr 2014.

Der Wert der Sexualstraftaten blieb konstant bei 15. Körperverletzungen gab es 91 (2014: 83). Die Zahl der Gewaltstraftaten stieg leicht von 25 auf 27. Den größten Anteil daran machen die gefährlichen Körperverletzungen mit konstant 21 aus. Der Messerangriff auf die junge Frau in Pressath war der einzige Fall, bei dem es um Mord oder Totschlag ging. Der Täter ist bereits verurteilt. Die Aufklärungsquote insgesamt liegt bei 66,2 Prozent, im Vorjahr lag der Wert bei 69,3.

Bei 24810 Bürger im Bereich der PI Eschenbach weist die Statistik 29 Straftaten pro 1000 Einwohner aus. Der Vergleichswert für Bayern liegt bei 46,8, für die Oberpfalz bei 41,8. Pauschal lässt sich dabei sagen: Je größer der Ort, desto mehr Straftaten pro Einwohner. An der Spitze liegen Grafenwöhr und Eschenbach mit 47 und 46 Fällen pro 1000 Einwohner. Die sicherste Stadt im PI-Bereich ist Pressath, wo die Häufigkeitszahl bei 30 liegt. Der sicherste Ort im westlichen Landkreis ist aber Schlammersdorf. Gerade einmal 4 Straftaten pro tausend Einwohner weist die Statistik hier aus. (Bericht folgt)
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