Künftige Nutzung des ehemaligen Vermessungsamts einmal mehr im Stadtrtat
Nur zwei Nutzer sind schon fix

Die künftige Nutzung des ehemaligen Vermessungsamts will wohldurchdacht sein - denn sie hat auch Auswirkungen auf den Umfang des Ausbaus. Die entsprechenden Überlegungen nehmen nun Fahrt auf. Als Entscheidungshilfe gab Bürgermeister Peter Lehr dem Stadtrat schriftliche Informationen zur geplanten Modernisierung - "Stand 8. September" - an die Hand.

Lehr erwähnt darin Vorgespräche mit möglichen Nutzern, die bereits Interesse signalisiert haben. Dabei sei es darum gegangen, eine erste Einschätzung der Integration dieser Vereine oder Institutionen zu erhalten. Beim Ortstermin mit dem Landesamt für Denkmalpflege Anfang August sei es das Ziel gewesen, mögliche Auflagen abzuklären.

"Davon unberührt bleibt die bereits feste Unterbringung der Kfz-Zulassungsstelle mit Schilderverkauf, die rund 120 Quadratmeter Nutzfläche benötigen werden", schreibt der Bürgermeister. "Auch die Verlegung der Bibliothek in das Vermessungsamt ist im Stadtrat unstrittig. Der Flächenbedarf wird voraussichtlich circa 100 Quadratmeter betragen." Als weitere mögliche Nutzungen führt Lehr auf: Musikschule Vierstädtedreieck, Ortsgruppe des BRK - das derzeit genutzte Gebäude bei der ehemaligen Volksschule II wird im Zuge der Neuausrichtung des Bereiches sicherlich abgerissen werden - , Stadtkapelle, Seniorengemeinschaft GeHiH und Jugendtreff.

"Nutzung bereits bekannt"


Zum Ende des öffentlichen Teils der Sitzung am Donnerstag begrüßte Dr. Sabine Schultes (CSU) die Bemühungen zur Nutzung des Gebäudes "ausdrücklich". Der Fraktion sei jedoch "sauer aufgestoßen, dass die Nutzung bereits bekannt ist, in der Bevölkerung diskutiert wird und wir noch nicht darüber informiert sind". Die Leute sprächen bereits darüber, "wer wo einzieht".

Der Bürgermeister hielt entgegen, dass zu Beginn des Jahres die Fraktionen zu Nutzungsvorschlägen aufgefordert worden seien. In die vorliegende Sammlung seien die Anregungen von SPD und FW aufgenommen worden. Im Übrigen seien noch keine Entscheidungen getroffen worden. "Mir ging es bisher um das Einholen von Informationen, die für Entscheidungen relevant sein können", betonte Lehr. Er betonte, dass mit allen Interessenten bisher nur informative Vorgespräche geführt worden seien, die als Entscheidungshilfe für den Stadtrat dienen sollen. Und: "Nur der Bürgermeister führt Vorgespräche."

Gegen den Vorwurf der "Nichtabgabe von Vorschlägen" wandte sich CSU/ÜCW-Fraktionssprecher Marcus Gradl. Er erinnerte an die Ideen seiner Fraktion - wie Jugendtreff, BRK, Musikschule und Kinderhort - bei den Sitzungen des Stadtrats im Mai und Oktober 2015 sowie an das zögerliche Verhalten der Stadt beim Kauf des Gebäudes. Gradl wünschte sich eine "bessere Zusammenarbeit".

Gerüchten nicht glauben


"Wir haben mit dem Kauf bewusst abgewartet und dann zugeschlagen, als es für die Stadt am besten war", entgegnete Fritz Betzl. "Der Stadtrat hat seine Hausaufgaben gemacht." Mit dem Appell zu "einvernehmlichen Gesprächen" wandte sich dritter Bürgermeister Klaus Lehl (CSU) an die Redner und rief dazu auf, nicht allen Gerüchten zu glauben. "Lasst doch die Leute reden, was sie wollen; es sind noch keine Entscheidungen getroffen", merkte Matthias Haberberger (SPD) dazu an. Bürgermeister Peter Lehr beendete die rege Aussprache mit dem Hinweis: "Entscheidungen trifft nach eingehenden Beratungen nur der Stadtrat."

In seiner Sitzung am 7. Oktober 2015 hatte der Stadtrat einstimmig beschlossen, das Vorkaufsrecht für das ehemalige Vermessungsamt zu nutzen. "Der Stadtrat möchte in dem Gebäude insbesondere einen Jugendtreff, Angebote für Senioren, eventuell die Stadtbibliothek, Musikschule oder Nutzungsmöglichkeiten für Vereine schaffen", hatte Lehr damals erklärt. Den Beschluss zur Aufnahme der Zulassungsstelle traf das Gremium Ende Januar.

Sommerferien: Spannende Erlebnisse in der GemeinschaftDie Schulferien in der Rußweiherstadt standen erneut ganz im Zeichen der "CampusFerien" des Vereins "VEZ Learning Campus" und des Sommerferienprogrammes des Jugendforums.

"Learning Campus" vermittelte in drei Ferienwochen insgesamt 340 Kindern im Alter von 5 bis 15 Jahren viel Spaß und spannende Erlebnisse in der Gemeinschaft. Die angeschlossenen Verbände und Gemeinschaften des Jugendforums ergänzten die VEZ-Wochenprogramme durch 14 überaus vielfältige Veranstaltungsangebote.

Bürgermeister Peter Lehr nutzte die Sitzung des Stadtrats dazu, den Veranstaltern Dank für ihr Engagement in der schulfreien Zeit zu sagen. Die frohen und begeisterten Kindern erlebten und lernten in der Gemeinschaft viel Neues kennen. Dank sprach er auch dem SCE aus, der dem VEZ Räume und Freiflächen für das Zentrum der Ferienaktionen zur Verfügung gestellt hatte.

Lehrs Anerkennung und Dank galten ebenso den Kräften der Feuerwehr, die kürzlich bei einem Chemie-Einsatz auf dem Gelände der Firma Rogers eine Nacht lang ausharrten und sich bewährten. (rn)
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