Legende mit Knödel, Soße und Blaukraut

Von wegen dumme Gans. Der Legende nach versteckte sich der heilige Martin, dessen Namensfest wir heute feiern, in einem Gänsestall, um nicht entdeckt zu werden, als ihn der Ruf erreichen sollte, Bischof zu werden. Das Geschnatter der Vögel verriet jedoch sein Versteck. Heutzutage erinnern Martinszüge und Martini-Singen an die guten Taten des Heiligen. In der Oberpfälzer Kulturgeschichte ist die schnatternde Hausgans allgegenwärtig. Viele Jahrhunderte bedeutete sie nicht nur Fleisch und Eier, sondern war wesentlicher Teil der bäuerlichen Arbeit. Traditionelle Sagen und Märchen ranken sich um das Tier, das einst das Bild der Dörfer prägte. Heute ist es Brauch, um den 11. November ein leckeres Martini-Ganserl mit Knödeln, Soße und Blaukraut zu verspeisen.

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