Leserbrief
Internationale Medien in Kritik

Zum Kommentar "Bürger lassen sich das Reisen nicht vermiesen":

Wir verbrachten einen wunderschönen Urlaub in Ägypten, Nähe Hurghada. Leider mussten wir aufgrund eines Zwischenfalls in einem Hotel (vermutlich ein Eifersuchtsdrama), bei dem auch zwei Hotelgäste mit Messern verletzt wurden, feststellen, dass sich ein Großteil der Urlauber sehr wohl aufgrund der reißerischen und unverantwortlichen Berichterstattung der internationalen Medien hat einschüchtern lassen. So wurde der Vorfall zum Terroranschlag durch IS, die angeblich mit einem Boot das Hotel angriff, hoch stilisiert. Eine Richtigstellung erfolgte nicht, so dass, wie in Ägypten zu erfahren war, zahlreiche Stornierungen und Umbuchungen mit katastrophalen Auswirkungen für die Tourismusbranche einhergehen.

Urlauber meiden nun dieses wunderschöne Land, in dem Zehntausende von Arbeitsplätzen vom Tourismus abhängen. Die Hotelanlagen sind teilweise nur zu 20 Prozent ausgelastet. Am Flughafen in Hurghada wurde fünfmal unser Reisepass kontrolliert (zuletzt nochmal beim Besteigen des Flugzeuges), zweimal Körper- und Gepäck gescannt. Ich fühlte mich nicht weniger sicher als momentan in vielen Städten Europas. Nicht nur der IS ist eine Gefahr, auch der Sensationsjournalismus!

Frank Gerstenmeier, 92676 Eschenbach
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