Liebe geht nicht durch den Magen
Valentinstag: Paare müssen selber kochen

Am Sonntag ist Valentinstag - viele wollen da neben Blumen ihren Liebsten auch noch ein besonderes Essen bieten. Im Raum Eschenbach aber bleiben viele Restaurants bei ihren normalen Speisefolgen. Bild: dpa

Eschenbach/Grafenwöhr. Verliebte, Liebespaare und solche, die es werden wollen, haben am Sonntag Gelegenheit, sich ihre Zuneigung zu zeigen: Es ist Valentinstag. Was halten Geistliche vom Tag der Liebenden und dem Kommerz, der damit verbunden ist? Wie bereitet sich die Gastronomie vor?

"Heuer haben wir nicht groß was vor", sagt Pfarrer Edmund Prechtl. Im vergangenen Jahr hat der Pressather Geistliche in seiner Pfarrei Gottes Liebesbrief thematisiert. Heuer aber plant er nichts Besonderes für den Gottesdienst am Sonntag. Für das Datum 14. Februar stünden auch keine Taufen oder Hochzeiten auf dem Programm, Anfragen hat es keine gegeben. Den Rest sieht er als Kommerz - "das ist sicher übertrieben", sagt Prechtl. "Auf der anderen Seite verdienen ja andere daran", lacht er.

"Es ist eine Frage, ob man sich dem Druck beugt", sagt Pfarrerin Anne Utz von der evangelischen Pfarrei Eschenbach im Hinblick auf den "Geschenke-Zwang", den die Werbung vermittelt. "Wenn sich welche was schenken wollen, finde ich das ok." Zu den regulären Sonntagsgottesdiensten kommt am Abend noch ein ökumenischer Gottesdienst, den Utz mit ihrem katholischen Kollegen in Kirchenthumbach feiert. "Es geht um Liebe, eine Meditation ist dabei und die Paare haben die Möglichkeit, sich segnen zu lassen", erklärt die evangelische Pfarrerin. Der Gottesdienst beginnt um 18 Uhr. Taufen oder Hochzeiten stehen in ihrer Gemeinde am Valentinstag nicht auf dem Programm.

In der Gastronomie der Region scheint der Valentinstag (noch) nicht so ganz angekommen zu sein. Alexander Hubmann vom Hotel am See in Eschenbach bietet normalerweise an dem besonderen Termin ein "Candle-Light-Menü" an. Heuer allerdings nicht: "Das Haus ist ausgebucht mit einer anderen Veranstaltung", erzählt der Geschäftsführer.

Die Klostergaststätte Speinshart hat seit Montag Betriebsurlaub - deswegen fällt auch am Sonntag das Valentinstags-Menü flach. "Wir haben nichts im Angebot", sagt Betriebsleiter Peter Nasser. Dass dieses Jahr der Tag der Liebenden ausgerechnet in die Woche des Betriebsurlaubs fällt, ist Zufall. In den vergangenen Jahren boten Nasser und sein Team ein spezielles Menü an.

"Wir haben nichts Spezielles im Angebot", bestätigt auch Heinrich Böhm vom gleichnamigen Hotel-Restaurant in Grafenwöhr bezüglich des Valentinstags am Sonntag. Viele seien im Ski-Urlaub, wie er gehört hat. Deswegen ist sein Restaurant auch nicht mehr als an anderen Wochenenden gefragt. Vielen Pärchen bleibt daher wahrscheinlich nichts anderes übrig, als selbst den Kochlöffel zu schwingen - so ein Candle-Light-Dinner zu Hause hat auch seine Vorteile ...

Konzert am ValentinstagFranzösische Musik der Romantik erklingt beim Kammerkonzert zum Valentinstag am Sonntag, 14. Februar, im Musiksaal von Kloster Speinshart. Ausführende sind Charlotte Kinateder (Flöte) und Klaus Jäckle (Gitarre), die seit vielen Jahren als Duo auftreten. Unter dem Titel "Feengarten" stehen Werke französischer Komponisten auf dem Programm: von Jacques Ibert, Gabriel Fauré, Claude Debussy und Maurice Ravel. Da das Konzert auf den Valentinstag fällt, erwartet die Besucher eine kleine Überraschung.

Das Konzert beginnt um 16 Uhr. Einlass ist ab 15.30 Uhr. In Abweichung vom gedruckten Veranstaltungsprogramm der Begegnungsstätte gibt es keinen Kartenvorverkauf. Bei freiem Eintritt sind Spenden zur Deckung der Kosten willkommen.
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