Lisa Stögbauer beim Eschenbacher Frauenbund
Besinnlich schmunzeln

Lisa Stögbauer war aus Niederbayern an den Rußweiher gekommen, um aus ihren Büchern zu lesen. Bild: rn

Eine Stunde Besinnlichkeit und Ruhe statt Alltagshektik genossen die Mitglieder des Katholischen Frauenbundes. Zu Gast hatten sie Lisa Stögbauer, die eignes aus der Nähe von Straubing anreiste. In ihren Gedichtbänden wie "Ernsthaft glocht" oder "Da Herrgott und i" zeigte sie sich besinnlich und nachdenklich, zugleich aber auch heiter.

"Für mich ist schreiben Therapie, das Gespräch mit einem leeren Blatt Papier", gestand sie. Jedem ihrer Gedichte stellte sie eine Geschichte voraus. Ihre Vorträge aus "da Herrgott und i" waren für Stögbauer "persönliche Gespräche und Gebete mit dem Herrgott". Sie stellte ihnen ein Gebet voran, führte die Frauenrunde mit Geschichten und Gedichten durch einen kurzweiligen Nachmittag: "Da Herrgott is heit a dabei. Er sitzt in irgendoana Reih. Ganz nah bei dia und a bei mia, es is de Kraft, de i veaspüa."

Nicken aus der Gemeinschaft um Vorsitzende Monika Stopfer begleiteten die Texte über Frauen: "Wir Frauen sind doch eigentlich manchmal etwas sonderlich. Wir sagen Ja und meinen Nein. Bewahren oftmals nur den Schein. Versuchen vieles zu verstecken, mit einem Lächeln abzudecken. Probleme sind mit Schmerz gepaart, aufs Seelendeck dann eingeparkt. Das Selbstbewusstsein ist im Keller..."

Besinnlich-heiter wurde Stegbauer, als sie Erfahrungen und Beobachtungen beim Arzt beschrieb und bei ihren Zuhörerinnen so manche Erinnerungen wach rief, als sie an die Schwierigkeiten der langen Wartezeit beschrieb. "Man hätte Ihnen noch lange zuhören können", bescheinigte Stopfer der Referentin. "Bei Ihren Texten spürt man, dass sie von Herzen kommen und Sie aus eigener Erfahrung sprechen und in Versform nachdenkliche Situationen aus dem Alltag zitieren, wie sie jeder von uns irgendwann schon einmal erlebt hat."
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