Ludwig Schreml feiert 80. Geburtstag
Fußball als Lebenselixier

Mit Ludwig Schreml feierte ein ganz Großer der regionalen Fußballszene fit wie ein "Fußballschuh" seinen 80. Geburtstag. Unser Bild zeigt den Jubilar (Bildmitte) mit der Familie und einem Teil der Gratulanten. Bild: do

Jahraus, jahrein übermittelt Ludwig Schreml im Auftrag der Stadt Glückwünsche zu Hochzeitsjubiläen und zu Geburtstagen. Immer im Gepäck hat er einen guten Tropfen und eine Urkunde. Nun konnte sich der "Luk" einmal selbst zurücklehnen und seine Gratulationen genießen.

Zum 80. Geburtstag wünschten Bürgermeister Peter Lehr und die Personalvertretung des Rathauses Schreml alles Gute. Fit wie ein "Fußballschuh" versprühte der Jubilar Lebensfreude pur. Kein Wunder: die circa 250 Hausbesuche jährlich machen Spaß und kommen dem sportlichen Geist des Jubilars entgegen. Der wird zu allererst deutlich, wenn der "Luk" als Senior des Schiedsrichterkreises Weiden auf den Fußallplätzen in der Region aufläuft.

Mit 80 Lenzen noch Spiele zu leiten und das ganz souverän und nicht von der Mittellinie aus, das beeindruckt Kicker und Zuschauer immer wieder. Schreml ist in Fußballkreisen ein landesweites Phänomen. Vor 55 Jahren legte er die Prüfung als Referee ab. Seitdem leitete er über 8000 Spiele. Seine Einsätze beschränkten sich viele Jahre nicht nur auf die Spiele auf Kreisebene. Zwei Jahrzehnte machte er sich einen Namen in der Bezirksoberliga und auch in den Landesligen folgten die Fußballer seinen Entscheidungen. Und die waren von Ausnahmen abgesehen immer bedächtig und souverän, wie Experten bescheinigen. Fußball als Lebenselixier, das hält den drahtigen Anhänger des "Club" auf Trab.

Auch das Schafkopfen lässt Schreml fit bleiben. Viermal in der Woche muss es schon sein, gibt er zu. Und wenn er einen Trumpf nach dem anderen ziehen kann, dann sind die Schafkopfabende gerettet. Der Jubilar ist ein sozialer Mensch. Herzlich, offen, eine treue Seele, redegewandt, immer zu einem Scherz bereit. Auch diese Eigenschaften schätzen seine Freunde und Bekannten. Und: von der Leutseligkeit des Jubilars profitiert auch die Gesellschaft. Gerngesehen ist der "Luk" in vielen Vereinen. Das wurde bei seiner Geburtstagsfeier im Kleintierzüchterheim deutlich. Die Vereinsvertreter gaben sich die Türklinke in die Hand.

Für den SCE gratulierten Vorsitzender Matthias Haberberger und Stellvertreter Martin Neukam, Manfred Neumann dankte für den Männerverein für die Unterstützung, Reinhold Graßler würdigte die Treue zur Kolpingfamilie und die stellvertretenden Vorsitzenden des Frohsinn, Max Ott und Ludwig Schneider, gratulierten ebenfalls. Und als schließlich die Schiedsrichtervereinigung Weiden mit Obmann Willi Hirsch ihre Aufwartung machte, spätestens dann fachsimpelte der Jubilar über die vielen schönen Erlebnisse aus der außergewöhnlich langen Tätigkeit als "Mann in Schwarz". Freudig überrascht war Ludwig Schreml auch über den Besuch einer Abordnung des TSV Kastl.

Schreml wuchs in Kirchenthumbach auf, zog aber 1937 mit seiner Familie nach Grafenwöhr. Dort fand der Vater eine Anstellung bei der Lager-Kommandantur. Ausgebombt durch die Luftangriffe im April 1945 auf Grafenwöhr fand der "Luk" mit seinen Eltern und Geschwistern eine Bleibe in Stegenthumbach. Seit dem Bau eines Eigenheims 1952 wohnt Schreml in Eschenbach. Beruflich startete er mit einer Schuhmacherausbildung in Pressath. 1966, im Jahr der Fußballweltmeisterschaft in England, wie der Fußballexperte nebenbei erwähnt, heiratete er seine Annemarie aus Grafenwöhr. Die drei Töchter Martina, Simone und Isabelle und die Enkel Antonia und Klara vervollständigten das Familienglück. Sie alle sind seine größten Schätze, wie der glückliche Jubilar bemerkte.
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