Martin Kohl hilft bei Wiederaufbau in Nepal mit
Zwischen Ruinen und Staub

Martin Kohl berichtete den Damen des Katholischen Frauenbundes (von links), Christine Kies, Monika Stopfer und Loni Schäffler, von seiner Arbeit in Nepal. Bild: rn

Die vorgezogene Weihnachtsüberraschung bedeutet Martin Kohl viel und gehört quasi schon mit zum Reisegepäck für den Flug nach Nepal. 250 Euro, eine Spende des Frauenbundes, können der Kirchenthumbacher und sein Verein "Wiederaufbau Bhaktapur" gut gebrauchen.

Der Katholische Frauenbund wirkt damit ganz im Geiste seiner Patronin Elisabeth. Bei der Elisabethfeier hatte Vorsitzende Monika Stopfer für dieses Jahr Spenden an soziale Einrichtungen angekündigt. Der erste Empfänger war Martin Kohl. Bei einem Gespräch mit ihm und Margit Kohl erfuhr die Frauenbund-Delegation aus Monika Stopfer, Christine Kies und Loni Schäffler viel über das Engagement der Kirchenthumbacher im erdbebengeschädigten Himalajaland. Familie Kohl lebte von 1975 bis 1979 in Nepal, wo der Ingenieur bei einem Entwicklungshilfeprojekt der Bundesrepublik als Tiefbauingenieur an der Sanierung der Altstadt von Bhaktapur mitwirkte. Nach Abschluss der Arbeiten wurde die Altstadt zum Weltkulturerbe ernannt.

Häuser-Abbruch


Im April und Mai 2015 hinterließen Erdbeben in Bhaktapur, der Heimat auf Zeit der Familie Kohl, Ruinen und große Baulücken, die heute noch überall sichtbar sind. Kohl zeigte seinen Gästen Bilder vom Wiederaufbau, der langsam anläuft. "Viele baufällige Häuser werden erst jetzt abgebrochen, was zu einer extremen Staubbelastung in der engen Stadt mit sichtbaren Notunterkünften führt", berichtete der Aufbauhelfer.

Er ist nun zum dritten Mal seit den Erdbeben vor Ort, um an Tiefbauprojekten und der Verbesserung der Infrastruktur mitzuwirken. Dazu gehören unter anderem die Prüfung bestehender und das Überwachen von Installation weiterer Wasserfilter und Training des Bedienungspersonals für die bereits 18 bestehenden Anlagen. Als Erfolg wertete Kohl die Zusage von deutschen Entwicklungshilfegeldern für die Restaurierung von beschädigten Tempeln und des Königspalasts.
Weitere Beiträge zu den Themen: Nepal (15)Martin Kohl (6)Bhaktapur (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.