Nach dem Einbruch im Reitstall
Pferdefreunde halten zam

Am Dienstag gab Kirsten Schraml (rechts) wieder Reitstunden. Den vielen Spendern aus der ganzen Region sei Dank. Bilder: idu (2)

Schock und Ärger sind nicht verraucht. Nach dem Einbruch in den Reitstall in der Grafenwöhrer Straße sind bei Kirsten Schraml und ihren Mitstreitern bei den Reiterfreunden weitere Gefühle dazugekommen: Dankbarkeit und Rührung.

Pressath. Der "Neue Tag" hatte am Montag über Einbruch und Notlage in der Reitschule Happy Horse berichtet und um Hilfe gebeten. Danach habe ihr Telefon beinahe ununterbrochen geklingelt, berichtet Kirsten Schraml. "Ein Freund half mir beim Telefondienst, weil ich sonst zu nichts anderem mehr gekommen wäre." Nach dem Einbruch in der Nacht zum Samstag konnte der Verein die Pferde nicht einmal auf die Koppel bringen, weil die Einbrecher nicht einen Zügel zurückgelassen hatten. Vor allem der Verlust der Sättel schmerze, sagt Schraml. "Da waren einige teure Spezialanfertigungen dabei." Gerade für ältere Pferde sei es schwer, einen passenden Sattel zu finden. "Bei ihnen ist der Rücken ausgeprägter, als bei den Jungtieren."

Dennoch könne die Reitschule inzwischen wieder auf einige passende Modelle zurückgreifen. Den ganzen Montag brachten hilfsbereite Pferdefreunde Ausrüstung vorbei. Schraml und ihr Team waren ununterbrochen damit beschäftigt, Trensen, Decken, Sättel und Gurte anzupassen und zu beschriften. Gebisse wurden gemessen, Decken und Halfter verteilt. Eine Spende habe ihr beinahe das Wasser in die Augen getrieben, gesteht Schraml: "Ein junges Mädchen ist zu uns in den Stall gekommen und hat uns ihren Reithelm gegeben, damit auch Kinder ohne eigenen Helm weiter am Reitunterricht teilnehmen können." Aber auch die Hilfe der anderen Pferdefreunde trage dazu bei, dass der Betrieb allmählich wieder anlaufen kann: "Ohne die Hilfe der Reiterfreunde aus dem ganzen Landkreis aus Reitschulen und Privatställen von Weiden bis Bayreuth wäre das nicht möglich gewesen."

Die Helfer des Vereins verzeichneten jede Leihgabe, damit sie der Eigentümer auch sicher zurückerhält. So habe auch das Schlechte etwas Gutes. Die Hilfsbereitschaft schweiße die Pferdefreunde der Region zusammen. Auch die Einsteller wurden versorgt, so haben derzeit sechs Pferde, die Tiere der Schule und zwei Einsteller wieder eine Ausrüstung, der Reitbetrieb läuft langsam an. Die Kinder sind glücklich darüber und die Pferde können wieder auslaufen .
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