Nähkurse für Asylbewerber
Ungeahnte Talente

Abbas braucht keinen Nähkurs, er braucht nur Nähmaschine und Stoff. Nach 90 Minuten war das erste Kleid fertig. Bild: rn

Gemeinsam stricken, häkeln und nähen sorgt für Abwechslung im Alltag in der Gemeinschaftsunterkunft am Stadtmauerweg. Maria Lorenz und Maria Cronenbeg haben die Initiative ergriffen. Nach einem Spendenaufruf gingen eine Menge an Wolle, Strick- und Häkelnadeln ein. Syrische und albanische Frauen kamen gerne, um mit Mitgliedern des Arbeitskreises (AK) Asyl zu arbeiten. Auch einige Buben machten mit. Unerwartet erhielt die Runde auch zwei Nähmaschinen gespendet. Mit ihnen schlug für Abbas die große Stunde, der Schneider blühte auf. Ohne Schnittmuster, nur mit Augenmaß fertigte er einfache Kleider. Für ein Stück benötigte er jeweils nur etwa 90 Minuten.

Eine Männergruppe ist Lorenz nächstes Ziel. Dafür sucht sie Helfer, die mit den Bewohnern Holzarbeiten verrichten, zum Beispiel Vogelhäuser bauen. Nebenbei verbessern sich dabei Deutschkenntnisse. Da anerkannte Asylbewerber die Unterkunft verlassen müssen, sucht der AK zudem Wohnraum. "Die GU-Bewohner fühlen sich in Eschenbach wohl und wollen bleiben", weiß Lorenz.
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