Oberpfälzer Imker in Slowenien
Partner seit Jahren

Ein "Gespräch unter Freunden" führten Hans Krapf (links) einst "Gründervater" der Partnerschaft, Jozef Smrkolje (rechts), Präsident des Imkervereins Zagorje und Mit-Unterzeichner des Vertragswerks, und Franz Vidrgarju (Zweiter von links), der 85-jährige Wirt, der trotz seines Alters begeisterter Imker ist. Bild: gpa

Bei herrlichem Frühlingswetter waren Imker aus Eschenbach und Kemnath nach Slowenien unterwegs. Ihr Ziel war die Partnerstadt Zagorje ob Savi, wo sie von den dortigen Kollegen empfangen wurden. Gegenseitige Besuche sind das verbindende Merkmal einer seit Jahren bestehenden Freundschaft von Oberpfälzer und slowenischen Imkern. Um diese guten Beziehungen aufzufrischen, besuchten heimische Bienenzüchter ihre slowenischen Freunde.

Mann der ersten Stunde


Ein besonderer Willkommensgruß galt Hans Krapf, dem Mann der ersten Stunde. Der Ehrenvorstand der Imker Eschenbachs hatte vor mehr als zehn Jahren den Grundstein für Kontakte zwischen Bienenzüchtern der beiden Länder gelegt, 2005 intensivierten Eschenbacher und Kemnather Imker bei einem Besuch in Slowenien diese freundschaftlichen Beziehungen.

Die weitreichendste Entscheidung von damals war ein Partnerschaftsabkommen, das Krapf für die Imker Eschenbachs, Franz Ekart, der auch Dolmetscher war, für den Imkerverein Kemnath und Jozef Smrkolje, Präsident der Imkervereinigung Zagorje unterzeichneten.

Die Förderung der Imkerei, Bienengesundheit, Bienen-Hygiene sowie des Naturschutzes waren herausragende Punkte dieses Vertrags. Besonders wichtig war den Imkern aus Bayern auch die Förderung der Königinnenzucht und die grenzüberschreitenden Verbesserungen des Erfahrungsaustauschs. Um diesen Vereinbarungen Leben zu geben, wurden Besuche bei den Partnern geplant, die besserem Verstehen von imkerlichen Problemen sowie dem gegenseitigen Kennenlernen dienen sollten.

Größte Imkerfachmesse


Die Fahrt nutzten die Oberpfälzer Bienenzüchter nicht nur zum Treffen mit den Imkern aus Slowenien. Sie interessierten sich auch für die größte Fachmesse für Imkerei, zu der sich in Celje viele Imker aus allen osteuropäischen Staaten einschließlich russischer Bienenzüchter trafen. Auf dieser Messe wurde alles geboten, was erfolgreiche Bienenzucht benötigt, ungeahnte Einkaufsmöglichkeiten für die Oberpfälzer Züchter. Vor ihrer Heimreise schwelgten Gäste und Gastgeber in Erinnerungen an den Beginn der Partnerschaft und versprachen sich, den Freundschaftsvertrag auch in Zukunft mit Leben zu erfüllen. (Hintergrund)

HintergrundBereits im Mai 2006 besuchten slowenische Bienenzüchter das Imkerfest Eschenbach, bei dem ihre Sängerinnen in Nationaltracht und die Oberkrainer Musikanten großen Beifall bei ihrem Auftritt bekamen. Im Juli desselben Jahres startete Eschenbach zum Gegenbesuch nach Zagorje, bei dem es Fachgespräche mit Imkern gab. Mit slowenischen "Bienenköniginnen", dem größten Exportartikel des kleinen Landes, wurde die Heimreise angetreten.

Die gegenseitigen Gespräche setzten sich fort, allein Hans Krapf war mit Imkern und privat öfters in Slowenien. Seine guten Kontakte nutzten dem EU-Land viel. So erhielten die Imker aus Fördermitteln Laptop, Beamer und Leinwand, die am Eschenbacher Lehrbienenstand übergeben wurden. Kemnather Bienenzüchter, die mit den Kollegen aus Eschenbach am jährlichen Besuchsprogramm teilnehmen, waren die Mitbegründer einer Städtepartnerschaft zwischen Kemnath und Zagorje, einer 7000-Einwohner-Stadt an der Save. (gpa)
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