Otmar Buchmann und Günter Wiehle in den Ruhestand verabschiedet
Ausstieg aus dem Führerhaus

Wie die Zeit vergeht: Zu Beginn ihres Ruhestands erhielten Schulleiter und Konrektor Uhren mit dem Bild der Schule. Von links: Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Peter Lehr, Rektor Otmar Buchmann, Marianna Buchmann, Konrrektor Günter Wiehle, Antonie Wiehle und Werner Roder, Bürgermeister von Vorbach. Bild: rn

Nun beginnt für Otmar Buchmann und Günter Wiehle eine neue Zeitrechnung. Symbolisch übergaben deshalb Schulverbandsvorsitzender Peter Lehr und Bürgermeister Werner Roder an scheidenden Rektor und Konrektor Uhren mit dem Bild ihrer Schule.

Eine große Zahl von Gästen wohnten der Verabschiedung von Buchmann und Wiehle in den Ruhestand bei. Die Flötengruppe der Markus-Gottwalt-Schule unter Leitung von Angelika Heser nahm auf ihre Weise Abschied: Sie spielte "Amazing" und "Muss i denn zum Städtele hinaus".

Wiehle bescheinigte Buchmann Sachverstand und Herz. "Du kannst eine Menge, was Schule betrifft." Viel Engagement und Humor habe den Rektor zu einem beliebten und geschätzten Schulleiter und Kollegen gemacht. Auch die Elternbeiratsvorsitzende, Ulrike Weigl, fand lobende Worte: An der Schule gebe es weiterhin Spuren, die noch an Buchmanns Können und Engagement erinnern.

Für Gymnasium, Wirtschaftsschule und Förderschule verabschiedete Studiendirektor Peter Schobert die beiden Kollegen. Mit Vorfreude und Wermutstropfen sei oft der letzte Tag des Berufslebens verbunden, sagte Schulverbandsvorsitzender Peter Lehr. Vielseitigkeit und Improvisationstalent sei besonders während der Baustellen seit 2009 erforderlich gewesen. Lehr bescheinigte den beiden Schulleitern Motoreneigenschaft bei der Gründung des Fördervereins und zur Initiative für die Schulpartnerschaft mit der Netzaberg-Middle-School. Eine Herzensangelegenheit sei es gewesen, "in euerer Bildungseinrichtung eine Wohlfühlatmosphäre in der Schulfamilie zu schaffen". "Schuluhren" und Pensionistentassen sollten die Erinnerung an ihre alte Wirkungsstätte wach halten.

Buchmann selbst übernahm die Verabschiedung seines Stellvertreters. Der scheidende Schulleiter wählte dazu die Abläufe eines Schuljahres und würzte sie mit Anmerkungen zu Beteiligung und Mitgestaltung von Wiehle. Nicht unerwähnt blieben dabei die Auftritte des Akkordeonspielers, des Initiators der Tischtennis-Turniere und dessen Gestaltung der Begegnungen mit den Schülern der Netzaberg-Schule.

Unsere Bosse sind frei


Einen musikalischen Abschiedsgruß entboten die Schüler der 5. Klassen unter Leitung von Magdalena Kita. Nach der Melodie von "Die Gedanken sind frei" sangen sie: "Unsere Bosse sind frei, sie gehen in Rente. Vergesst uns bitte nicht, kommt uns besuchen..."

Schulrätin Elisabeth Junkawitsch verglich das Geschehen in der Turnhalle mit dem auf einem Bahnhof: "Heute verlässt nicht irgendein Zug die Halle, sondern Du verlässt das Geschehen hier auf dem Hauptbahnhof auf dem Führerstand der Lokomotive." Zurück blieben Zug, Crew und Schüler als Fahrgäste.

Junkawitsch wandte sich dem Lebenslauf Buchmanns zu, der nach Volksschule Kirchenthumbach, Abitur am Kepler-Gymnasium Weiden und Studium in Bayreuth ab 1974 als Lehramtsanwärter in Auerbach und als Unterrichtsaushilfe in Kastl, Kirchenthumbach, Mantel und Schwarzenbach tätig war.

Intercity hinterlassen


Nach Lehrtätigkeit in Eschenbach folgte 1980 die Versetzung nach Kirchenthumbach mit Betreuungsaufgaben. Die Rückversetzung nach Eschenbach war 2000 mit der Ernennung zum Konrektor und 2007 zum Rektor verbunden. 2013 übernahm er die Aufgaben als Verbundkoordinators.

Schulrätin Junkawitsch sprach von mehr als 40 Jahren rasanter und abwechslungsreicher Fahrt. Sie bescheinigte Buchmann, unter seiner Leitung habe sich viel verändert. Er hinterlasse keine "langsam vor sich hinschnaubende Bimmelbahn, sondern einen Intercity mit engagiertem und qualifiziertem Personal".

"Es war echt toll, einfach schön", lautete das Resümee Buchmanns. Mit einem "Danke und Merci Markus-Gottwalt-Schulfamilie" verabschiedete er sich von seiner Bildungseinrichtung. Doch vorher war zur allgemeinen Überraschung noch der Chor der örtlichen Schulleiter mit einem Abschiedslied aufgetreten, dessen deutsche Version "Es draht si, es draht si es ganze Leb'n" lautete.
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